Zwischen Neckar und Bodensee

Die Landschaft im südlichen Württemberg ist eine äußerst abwechslungsreiche Region. Dazu gehören die Filderebene mit dem Flughafen, das Neckartal, die rauhe Schwäbische Alb, das Donautal mit dem angrenzenden ländlichen Oberschwaben und nicht zuletzt die bekannte Urlaubsregion am Bodensee.

Zahlreiche beliebte Ausflugsziele liegen in dieser Region, wie das Schloss Lichtenstein oder die Burg Hohenzollern. Geschichtlich interessant ist auch die keltische Heuneburg und das Kloster Heiligkreuztal an der Donau. Wer auf den Spuren der Römer wandeln will, ist im Freilichtmuseum Hechingen-Stein oder in Mengen/Donau bestens aufgehoben.

Hohenurach

Die interessantesten Städte befinden sich hier - zum Beispiel das romantische Tübingen mit seinen über 30.000 Studierenden oder Ulm an der Donau mit dem höchsten Kirchturm der Welt. In Oberschwaben gelegen ist Ravensburg, die Stadt der Tore und Türme. Am Bodensee lohnen sich immer Ausflüge ins mediterran wirkende Meersburg oder nach Konstanz, direkt gegenüber der Blumeninsel Mainau.

In den letzten Jahren hat sich Metzingen, am Fuße der Schwäbischen Alb nicht unweit von Stuttgart und Reutlingen gelegen, zu einem magischen Anziehungspunkt entwickelt. Metzingen ist heute ein Zentrum der Factory Outlets. Jeden Tag kommen Besucher aus Deutschland, aus dem angrenzenden Ausland und sogar Fernost hierher, um Markenwaren bekannter Namen günstig zu ergattern.

Auf der Schwäbischen Alb sorgen eine Vielzahl an Rad- und Wanderwegen für gelungene Ausflüge. Die Touren sind meist sehr angenehm und führen durch landschaftlich reizvolle Gebiete.

ICE "Esslingen am Neckar"

 Ein ICE 3 wurde im Jahr 2009 auf den Namen "Esslingen am Neckar" getauft.

 Im Bild steht er am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen.

 Seit 2017 ist der ICE nach der Stadt Goslar benannt.




Kleinod an der Teck - die Peterskirche in Weilheim


Als bedeutendstes Werk der Peterskirche gilt das Wandbild "Jüngstes Gericht" von Thomas Schick dem Älteren (Kirchheim um 1500). Weiterhin stammt die steinerne Kanzel von ihm. Sein gleichnamiger Sohn (erwähnt 1513-1544) führte die Arbeit fort. Die barocke Orgel entstand durch die örtliche Meisterwerkstatt Johann Andreas Goll (1751-1823).





Boeing 737-300 (D-ABXT) "Reutlingen"

Aufgenommen im Juni 1995 am Flughafen Stuttgart. Mit diesem Flugzeug wurde am 10. August 1989 die erste deutsch-deutsche Verbindung Frankfurt-Leipzig zurückgelegt. Aufgrund damaliger Bestimmungen war ein direkter Flug über die Grenze nicht möglich, sondern wurde ein Umweg über die Tschechoslowakei gewählt. Seit 2012 ist die Maschine außer Dienst gestellt.

Baugleiche Lufthansa Boeing 737-300 (D-ABEF) "Weiden" am Flughafen Leipzig

Hoch über den Fildern im Sommer 2003

Links: Plieningen
Mitte: Anschlusstelle Stuttgart-Plieningen B 27 / A 8
Unten: Flughafen Stuttgart

Ostfildern
Mitte oben: Ruit, Parksiedlung
Mitte: Scharnhauser Park
(Ehemaliges Gelände der Nellingen Barracks, später Landesgartenschau 2002)
Unten: Scharnhausen

Bahnhof Plochingen

Am 14. Dezember 1846 fuhr der erste Zug nach Plochingen. Bis 1850 wurde eine Strecke nach Ulm gebaut, welche das Filstal, die Geislinger Steige und die Schwäbische Alb erschloss. Seit 20. September 1859 gibt es die "Obere Neckarbahn" nach Nürtingen und Reutlingen.

Wegen seiner guten Verbindungen ist Plochingen ein beliebter Umsteigebahnhof. Dazu gehört nicht zuletzt der Interregio zwischen Stuttgart und Lindau.

Der Regionalexpress aus Richtung Tübingen, bedient nur größere Unterwegshalte wie Metzingen, Nürtingen und Wendlingen.

Die Regionalbahn fährt ebenfalls ab Tübingen, endet aber in Plochingen. Dafür hält er auch an kleineren Bahnhöfen wie Bempflingen, Sondelfingen und Betzingen.

Den Anschlussverkehr übernimmt die S-Bahn Stuttgart mit ihrer Linie S 1 von Plochingen nach Herrenberg.

Bahnhof Honau (Lichtenstein)

Ein Bahnhofsgebäude sanieren geht nicht?


Geht doch - hier ein Beispiel von der alten württembergischen Zahnradbahnstrecke Reutlingen - Engstingen am Bahnhof Honau.


2002 in ruinösem Zustand, heute ein Kulturdenkmal, ein zünftiger Ort für Veranstaltungen, zum Treffen und Beisammensein.


Die Bilder zeigen den Bahnhof im Januar 2007.

Reklame von Reutlingen um 1910

 Vor über hundert Jahren glänzte die Stadt mit einem Angebot luxuriöser Waren. Namen alteingesessener Firmen wie Stoll, Kocher und Gokenbach spiegeln sich im Licht jener Zeit.


Der Münsinger Vertrag

"Hie gut Württemberg allweg,
Furchtlos und trew."

lautete der Wahlspruch des sog. Münsinger Vertrages vom 14. Dezember 1482. Er beendete die Spaltung der zwei württembergischen Grafschaften. Bis dato war das Land über 40 Jahre in einen Stuttgarter Teil (im Norden) und Uracher Teil (Westen und Süden) getrennt. Eberhard im Bart bestieg den Thron und konnte von Stuttgart aus regieren. Er starb 1496 in Tübingen und wurde in der Stiftskirche beigesetzt.

 Im Gegensatz zu 1930 (oben) ist die Schrift gegenwärtig nicht zu lesen.

Rezepte für Knöpflein

Knöpflein oder Knöpfle sind ein beliebtes Gericht in Schwaben. Wie bei Spätzle handelt es sich um Teigwaren, die geschabt, gepresst oder gehobelt werden. Knöpfle sind etwas kleiner und runder als Spätzle, und fester im Biss.

Die Rezepte stammen aus einem Kochbuch von 1836.

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Butterknöpflein

1 eigroßes Stück Butter
1 Ei
Semmelmehl
Mehl
Salz
Brühe

Oder:
Zerkrümeltes Weißbrot
Butter
Eier
Salz
Brühe

Rühre Butter, wie ein Hennenei in der Größe, für 1 Person recht ab. Rühre ein Ei wohl daran ab; mische halb Semmelmehl und halb schönes Mehl mit Salz daran, doch so, dass der Teig nicht zu fest wird. Lass ihn ½ Viertelstunde stehen, und lege davon ganz kleine Knöpflein in die siedende Brühe.

Oder: Zupfe die Musel (Krume) von weißem Kreuzerbrot recht klein, menge zergangene frische Butter, Eier und Salz daran, verrühre alles, und koche nach einer Viertelstunde die Knöpflein wie oben.

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Braune Butterknöpflein

Gebackene Rinde von Weißbrot
Süßer Rahm
Butter
2 Eier
Salz
Brühe

Dörre von weißem Brot die Rinde braun, stoß sie, wenn sie kalt ist, recht fein, feuchte sie ein wenig in süßem Rahm an. Rühre etwas Butter mit 2 Eiern ab, rühre mit Salz alles wohl durcheinander, und leg kleine Knöpflein in die siedende Brühe.

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Spinatknöpflein

Spinat
Petersilie
Butter
Weißes Brot
Milch
Salz
1 oder 2 Eier
Brühe

Der Spinat wird geklaubt, gewaschen, gebrüht oder gesotten, gewiegt, und wenn man will, mit Peterling etc. in Butter gedämpft. Ein weißes Kreuzerbrot wird in Milch eingeweicht, wieder ausgedrückt, und nebst Salz dazugetan. Alles zusammen mit 1 oder 2 Eiern angerührt, und die Knöpflein werden in Wasser oder Brühe gesotten.

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Grüne Knöpflein

Petersilie
Spinat
Schnittlauch
Butter
Semmelmehl
1 oder 2 Eier
Salz
Brühe

Man wiegt Peterlingkraut, Spinat und etwas Schnittling, dämpft alles in Butter, vermischt dann das Grüne mit Semmelmehl, rührt 1 oder 2 Eier daran, salzt sie, und legt die Knöpflein in siedende Brühe; lässt sie aber nicht zu lange kochen.

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Semmelknöpflein

2 Eier
1 gutes Stück Butter
Semmelmehl
Salz
Brühe

Oder:
Milch
Butter
Geriebenes Brot
1 Ei
Erbsensud oder Brühe

Verkleppere zwei Eier recht stark; dann lass einer welschen Nuss groß Butter zergehen, gieß ihn daran, rühre Semmelmehl nebst Salz dazu; dass aber der Teig nicht zu fest wird. Lass ihn eine Weile stehen; leg dann ganz kleine Knöpflein davon in die siedende Brühe.
Oder: Mache Milch warm, dass die Butter darauf zerfließt, schütte es an geriebenes Brot, rühre 1 Ei daran, siede die Knödel im Wasser, und richte sie mit Erbsensud oder Brühe an, wenn du eine hast.

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Knöpflein zu Suppen

1. Sollte der Teig, wenn man die Knöpflein macht, zu dick sein, so kann man ihn mit Milch oder Wasser, oder einem Ei verdünnen. Ist er zu dünn, oder verfahren die Knöpflein, so darf noch etwas weißes oder Semmelmehl dazu genommen werden. Es wird deswegen zuerst mit einem Knöpflein die Probe gemacht.
2. Wenn die Milch fehlt, so muss man, wenn es tunlich ist, den Teig mit Wasser anmachen.
3. Beinahe an alle Knöpflein und Strudeln kann etwas Grünes, zum Beispiel Petersilienkraut, Zwiebelröhre, Selleriekraut etc. gewiegt werden.
4. Bei den Knöpflein sieht man, ob sie ausgekocht sind, wenn man eines verschneidet. Ist es nicht mehr roh, oder klebt es nicht mehr am Löffel oder am Messer, so sind alle ausgekocht.
5. Das Salz muss bei allen Knöpflein gleich an den Teig kommen.
6. Die Knöpflein sollen überhaupt langsam sieden, nicht aufwallen, oder, wie wir sagen, flottern, und sogleich in Brühe gekocht werden.