Die Geschichte der Schwäbischen Alb spannend begreifbar gemacht

Jürgen Meyer, der Bildredakteur beim Reutlinger General-Anzeiger ist, unternimmt Reisen durchs Land und begibt sich auf die Spur von Rätseln und Geheimnissen.

Wie ich die auf die Bücher aufmerksam wurde

Den ersten Band dieses Autors habe ich schon vor einigen Jahren geschenkt bekommen. Damals fing ich an, mich für Heimatgeschichte und Archäologie zu interessieren, und da kamen diese Geschichten gerade recht. Meine Familie kommt ursprünglich gar nicht aus Schwaben, sondern aus einer ganz anderen Gegend. Und doch konnte ich mit Hilfe des Buches gut in die Traditionen und kulturelle Gebräuche des Landes hineinfühlen.

Die Burg Hohenstein wurde im Mittelalter von Rittern und Adligen bewohnt

Entführt in eine sagenumwobene Welt

Einmal ging es um ein verschwundenes Dorf in der Nähe von Tübingen. Über das gleiche Schicksal erzählte Herr Meyer von Landscron, ein Name den ich mir aufgrund der Seltenheit gemerkt habe. Hierbei handelt es sich um eine untergegangene Stadt bei Rottenburg, wo aber bis heute noch Reste der Befestigung stehen sollen. Dann ging es darum, ob der Burg Achalm einst eine andere Burg gegenüber stand. Dort, auf dem Gutenberg bei Eningen, soll sie gewesen sein. Von einem rätselhaften Münzfund bei Oberstetten war die Rede. Der Gedanke faszinierte mich, dass so etwas auf der Alb noch möglich ist.

Selbstverständlich besorgte ich mir nach und nach die weiteren Bände von Jürgen Meyer. Immer wieder warf er Fragen auf und versuchte, diese anhand von Bilddokumentation und Geschichten zu klären. Hier und dort ein Wall, der nicht auf natürliche Weise zustande kommen konnte. Felsen, die so aussehen, als hätte jemand ein Gesicht hinein gemeißelt. Dann alte Dokumente, die von Dörfern berichten, die es heute gar nicht mehr gibt. Dazu Berichte über geheimnisvolle Kultstätten, wo kaum noch einer Bescheid weiß.

Kurzum...

beim Kauf von Büchern dieses Autors tut man nicht nur seinem ortsansässigen Buchhändler etwas Gutes. Es wird einem damit nie langweilig werden. Der Leser wird durch das Stöbern in den Geschichten und beim Betrachten der Bilder angeregt, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und das Land zu erforschen.

Jürgen Meyer macht historische Begebenheiten auf eindrucksvolle Weise wieder lebendig. Wenn man erstmal eines seiner Bücher gelesen hat, will man bald alle haben.

Buchrezension geschrieben von Sebastian Poster