Ein frohes neues Jahr 2015!

Unseren Lesern wünschen wir alles Gute, viel Glück und Erfolg im neuen Jahr.
Bild: Der Märzenbrunnen bei Salmendingen.

Heimatmuseum Reutlingen

Bilder und Text: Mit freundlicher Genehmigung des Heimatmuseums Reutlingen

Das Heimatmuseum der Stadt Reutlingen ist in dem ältesten Teil des ehemaligen Königsbronner Klosters aus dem 13. Jahrhundert untergebracht. Das Museum wurde 1890 gegründet und 1996 grundlegend umgestaltet.
Auf fünf Stockwerken gibt das Heimatmuseum Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt vom 11. bis zum 20. Jahrhundert.

Oberamteistraße mit Heimatmuseum

Dabei ist die Auswahl äußerst ansehnlich und exzellent. Mittelalterliche Funde, Bildhauerarbeiten und Schätze aus der Kirchengeschichte, Ausstellungen über die alten Handwerkszünfte und das Zeitalter der beginnenden Industrialisierung, ein Dachboden mit Gegenständen aus dem ländlichen Bereich bis hin in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Im Keller befindet sich ein historischer Luftschutzbunker.

Vitrine im Eingangsbereich

Einmalig ist auch eine integrierte geheime Kapelle aus der Reformationszeit. Zwei eigene Dokumentationen stellen die zwei berühmten Söhne der Stadt vor:

  • Nationalökonom und Eisenbahnpionier Friedrich List (1789 bis 1846)
  • Dichter und Schriftsteller Hermann Kurz (1813 bis 1873)


  • Friedrich List, geboren 1789 in Reutlingen

    Es gibt laufend Sonderausstellungen.
    Unter anderem waren bereits Funde der Kelten von der Achalm zu bewundern. Geplant sind Dauerausstellungen zur Vor- und Frühgeschichte sowie Alltags- und Kulturgeschichte.

    Ein Modell der Reutlinger Altstadt

    Im Heimatmuseum Reutlingen werden natürlich nicht nur archäologische Schätze der Region gezeigt, sondern auch Heimatgeschichtliches aus den letzten Jahrhunderten. Private Besitztümer gelangten oft in Eigentum der Stadt. So verfügt man heute über eine breite Palette an Objekten, die die Stadt Reutlingen bis in die Neuzeit dokumentieren.

    Püppchen und Figurales

    Das Heimatmuseum befindet sich in der Oberamteistraße 22 in 72764 Reutlingen, zwischen der Stadtbibliothek und der Marienkirche. In der Umgebung gibt es mehrere ausgeschilderte Parkhäuser und Parkplätze.

     Scheibenfragmente aus Glas, gefunden am Standort des Heimatmuseums

     Lanzen

     Sandsteinkapitell

     Krug- und Becherscherben vom 13. bis 15. Jahrhundert, von der Achalm

    Barocke Putten

    Grabplatte

    Glockengeläut

    Stadtwächter mit Lanzen

    Kanonenkugeln

    Stadtwappen vom Maximiliansbrunnen, um 1570

    Der württembergische Reformator Johannes Brenz

    Johannes Brenz wurde am 24. Juni 1499 in Weil der Stadt geboren, wo auch Johannes Kepler herkam, und starb am 11. September 1570 in Stuttgart. 

    Er nahm an Auftritten von Martin Luther teil und schloss sich der lutherischen Lehre an. Er war der Wegbereiter für die Reformation in Württemberg. Von 1522 bis 1548 war er erst Prediger, dann Priester in Schwäbisch Hall, und reformierte von dort aus die Kirche. Johannes Brenz ist der Vorfahre zahlreicher Persönlichkeiten die Wurzeln in Württemberg haben, wie zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Hauff, Hermann Hesse, Friedrich Hegel, Ludwig Finckh und vielen anderen. 

    Die Stadtkirche Sankt Peter und Paul in Weil der Stadt. 
    Hier wurde vermutlich der Reformator Johannes Brenz getauft.

    Sankt Johann, Waldspaziergang beim Rutschenfelsen

    Zwischen Fohlenhof und Rutschenfelsen


    Nebelschwaden beim Gestütshof St. Johann


    Landschaft am Sternberg bei Gomadingen

    Rasten unter einem Baum

    Lichtung im Nadelwald

    Sonnenblumen

    Im Großen Rinnental bei Undingen

    Heuernte im September

    Disteln

    Weinberg an der Achalm bei Reutlingen

    Vom Schönen Weg her gesehen

    Reutlingen, Turmtriebwagen 701 076-2 am Hauptbahnhof

    1963 von WMD Donauwörth gebaut und bis zum Jahr 2000 im Einsatz.

    Bahnstrecke zum Reutlinger Südbahnhof

    Seit 1980 verkehren hier keine Personenzüge mehr.

    Der Güterverkehr fuhr bis weit in die 90er Jahre.

    Signale an der Betzenriedstraße

    Querung über die Burgstraße

    Ansichten der Stiftskirche in Dettingen an der Erms

    Holzinstallation über dem Eingang

    Empore mit der Orgel, erbaut 1866 von Wilhelm Blessing aus Esslingen

    Der Andachtsraum

    Börstingen, Spaziergang am Neckar

    Blick auf Schloss Weitenburg, eine Adelsresidenz aus dem 16. und 17. Jahrhundert

     Brücke über den Neckar

    Schwäne schauen neugierig nach dem Besuch.

    Eislingen an der Fils

    Tradition und Moderne im Filstal

    Geprägt durch seine schöne Lage am Hohenstaufen, fühlen sich in Eislingen knapp 20.000 Einwohner wohl. Die Stadt ist durch die B 10 an den Großraum Stuttgart und die Region Ulm angebunden. Zeugnisse aus der Vergangenheit findet man hier ebenso wie die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts.

    Hohenstaufen und Eislingen

    Ein geschichtlicher Überblick

    Erste Spuren alemannischer Besiedlung reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Über die zwei Dörfer Klein- und Großeislingen herrschten mal die Franken, mal Württemberger. Auch der Bischof von Würzburg hatte hier Besitz. Noch heute findet man die blau-weißen Farben der Stadt in Unterfranken im hiesigen Wappen. Der Anschluss an die Filstallinie der Eisenbahn im Jahre 1846 hat Eislingen zum wichtigen Industriestandort und einer beliebten Wohngemeinde gemacht. Fortan ging es rasch aufwärts. Dank der steigenden Zahl an Arbeitsplätzen siedelten sich immer mehr Menschen an. Dasselbe widerfuhr auch den Nachbardörfern, so dass sich ein Industrieband von hier bis nach Stuttgart bildete. Nachdem es über Jahrhunderte bei der Trennung der Dörfer blieb, wurden beide im Jahre 1933 zur Stadt Eislingen / Fils vereinigt, die fortan etwa 9.100 Einwohner zählte. Heute zeichnet sich Eislingen durch seine Verkehrsanbindung, ein gutes Maß an Wohnqualität und die schöne Umgebung mit der Schwäbischen Alb aus.

    Fachwerk in Eislingen

    Stadtrundgang durch Eislingen

    Das älteste erhaltene Bauwerk ist die unter Denkmalschutz stehende St. Anna-Kapelle von 1513. In der katholischen St. Markus-Kirche wurden wertvolle Fresken mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament freigelegt und restauriert. Im Eislinger Schloss von 1789 befindet sich die Stadtbücherei. Der Barbarossa- und Ludwig-Uhland-Brunnen sind zwei Mineralquellen, die frei zugänglich sind. Für kulturelle Erlebnisse empfiehlt sich ein Besuch vom Industriemuseum im alten Pumpwerk des Eislinger Wasserwerks. Es kann nach Vereinbarung besichtigt werden. Im Kulturzentrum "Alte Post" finden laufend Ausstellungen des Kunstvereins statt. Insgesamt kann man Eislingen als tendenziell moderne Stadt bezeichnen, die über große Industrieanlagen verfügt und leider auch einige Ecken mit Nachbesserungsbedarf hat. Abseits der alten Kerngebiete wird der Besucher derweil nicht allzu viele historische Gebäude entdecken, denn an den Rändern entstanden ausgedehnte neue Siedlungen, die es auch in anderen Städten dieser Größe gibt. Dennoch ist das Bemühen und Eigenengagement der Bewohner spürbar.

    Dorfpartie in Eschenbäche

    Wandern rund um Eislingen

    Für Naturfreunde ist die Umgebung durch zahlreiche Wanderwege erschlossen. Die Gegend nördlich von Eislingen ist im Gegensatz zur Kernstadt noch sehr ländlich geprägt. Hier wird Obst- und Gartenbau betrieben und es gibt Bauernhöfe. Rund um den Stadtteil Krummwälden und den Weiler Eschenbäche läuft man kilometerweit durch Wälder, Feld- und Wiesenlandschaften, und immer wieder verzaubert der Blick auf den Hohenstaufen. Für Spaziergänge empfiehlt sich auch die Umgebung von Eislingen-Süd. Zwar wurde hier in den letzten Jahren ein großes Neubaugebiet erschlossen, aber nichts desto trotz lohnt sich die Tour dank ihrer Aussichten auf Alb und Dreikaiserberge. Läuft man weiter zum Näherhof, wird die B 10 auf einer Brücke überquert. Hier steht ein Schild mit Informationen zum Jurameer. Denn beim Straßenbau tat sich dieser Ort als Fundstelle von zahlreichen Fossilien hervor.

    Jurameer-Fundstelle an der Brücke über die B 10

    Seeburg, das Schlössle 1980

    In dem Gebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts befindet sich heute eine gastronomische Einrichtung.

    Blick vom Schloss Lichtenstein ins Echaztal 1930

    Zur damaligen Zeit wird es auch "Honauer Tal" genannt.

    Die Echazquelle bei Honau

    Der Ursprung der Echaz in einer alten Aufnahme

    Auf dem Achalmgipfel bei Reutlingen

    Plateau mit Grillplatz, schattigen Sitzplätzen und dem Aussichtsturm

     Blick vom Turm nach Eningen, ins Obtal und auf den Albtrauf