Ulm, Fischerviertel

Spaziergang vom Münster zur Donau

Das sehenswerte Viertel liegt zwischen dem Ulmer Münster und der Donau und muss für Besucher auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Hier gibt es kleine Bäche, an denen malerische alte Häuser stehen. Sie dienten einst all jenen als Wohn- und Arbeitsstätte, die mit dem Wasser zu tun hatten. So wohnten hier die Fischer, Gerber und Färber. Bis heute hat sich das Viertel sein besonderes Flair bewahrt. Dort wandelt man durch enge Gassen entlang von historischen Häusern, kann von kleinen Stegen die Kanäle betrachten und es sich danach in einem Straßencafé gut gehen lassen.

 Häuser an der Blau

Das Fischerviertel wird von der Blau durchflossen, wo sie schließlich in die Donau mündet. Sie entspringt in Blaubeuren im berühmten Blautopf und fließt durch das Urstromtal gen Ulm. Nahe beim Münster steht das Rathaus von 1370, das sich durch seine umfangreiche Bemalung auszeichnet. Ursprünglich als Kaufhaus errichtet, wurde es durch gotische Stilelemente beeinflusst und erhielt im Jahre 1520 eine aufwändige astronomische Uhr. Die Malereien wurden im Jahre 1900 erneuert.

Das Ulmer Rathaus

Nebenan steht die Bibliothek mit komplett verglaster Außenfassade. Sie wurde in der Gestalt einer Pyramide nachempfunden. Von hier aus geht es durch eine Gasse zum Metzgerturm aus dem 14. Jahrhundert. Er verfügt über eine leichte Neigung und wird daher als „Schiefer Turm von Ulm“ bezeichnet. Daneben lädt die Stadtbefestigung zu einem aussichtsreichen Spaziergang ein. Sie ist gewissermaßen der Grundstein der Ulmer Stadtsilhouette, wie man sie von der gegenüber liegenden Donauseite. sehen kann.

Schiefes Haus im Fischerviertel

Ein herausragendes Gebäude im Viertel ist das Schiefe Haus, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und von den Schiffsmeistern genutzt wurde. Bereits vor mehreren hundert Jahren begann es abzusinken. Seit 1995 befindet sich ein Hotel in diesem Haus.