Stuttgart, Stiftskirche

Die seitlich des Schillerplatzes gelegene Stiftskirche besitzt sehenswerte Grabmäler der Regenten, selbst noch der alten Beutelsbacher. Das älteste darunter ist das von Ulrich, dem Stifter und seiner Gemahlin Agnes aus dem Jahre 1265. Die berühmte Orgel von Zwiefalten wurde beim Bombenangriff von 1944, wie die gesamte Kirche, zerstört. Nach dem Krieg folgte der behutsame Wiederaufbau, der aber bloß noch einen ansatzweisen Eindruck von der ehemaligen Schönheit vermittelt. Die Stiftskirche verdankt Namen und Ursprung dem ehemaligen Stifte zum Heiligen Kreuz, das im Jahr 1321 von Beutelsbach, der alten Residenz der Württemberger, hierher verlegt wurde.

Weihnachtsmarkt vor der Stiftskirche

Da sie bloß aus Holz und so schlecht erbaut war, dass ein Teil im Jahr 1419 einstürzte, begann man den neuen, solideren Aufbau im gotischen Stil. Vollendet wurde das Werk aber, wegen Mangels an Geld, erst 1531. Die berühmte große Zwiefalter Orgel hatte ihren Platz am Ende des Schiffs, welches aus einem dreifachen, von zwei Säulenreihen getragenen Gewölbe besteht. Der Turm war einst das Gefängnis für sträfliche Prediger und unter dem Namen „die Bibel“ bekannt. Die Kirche verfügt über 11 Glocken, wovon einige nur zu besonderen Anlässen geläutet werden. Ursprünglich betrug das Fassungsvermögen des Gotteshauses rund 6000 Personen.