Stuttgart, Oberer Schlossgarten

Vom Balkon des Sommersaals des Neuen Schlosses ergibt sich eine wunderschöne Aussicht in die Anlagen des Oberen Schlossgartens, die ganz auf diesen Standpunkt berechnet sind. Anfang des 19. Jahrhunderts lagen hier nur sumpfige Wiesen, Baum- und Krautgärten. Dieser Bereich entwickelte sich seitdem zu einem beliebten Treffpunkt der Stuttgarter Bevölkerung, einer Oase der Erholung inmitten der Hektik der Großstadt.

Eckensee mit Blick zum Neuen Schloss und Schlossplatz

In den Anlagen setzte sich König Friedrich mit all seinem Geist und Geschmack ein bleibendes Denkmal. Es hieß, er war in manchen Stücken seiner Tat zu groß für sein kleines Reich. Manches wäre weniger auffallend gewesen, hätte er an der Spitze einer großen Monarchie gestanden. Von daher kommt es, dass auch die Krone auf dem Schloss etwas zu groß ausgefallen ist. Friedrich lachte nur, als einer aus seiner spaßhaften Umgebung, dem er sagte: „Du sperrst ja das Maul auf, als ob du mein ganzes Reich fressen wolltest,“ erwiderte: „Da brauchte ich`s nicht so weit aufzusperren!“

Stuttgarter Staatstheater

Gleich beim Betreten des Oberen Schlossgartens fällt das bedeutende Staatstheater ins Auge, das von 1909 bis 1912 durch Max Littmann erbaut wurde. An seiner Stelle stand vorher das Königliche Hoftheater, das 1902 abbrannte. Das jetzige Opernhaus wurde 1924 unter Denkmalschutz gestellt. Daneben befindet sich das repräsentative Gebäude des Landtags von Baden-Württemberg, das 1961 nach den Plänen von Horst Linde erbaut wurde.

Sitz der Landesregierung - Stuttgarter Landtag

Den Mittelpunkt bildet ein Wasserbecken, auf dem zu jeder Jahreszeit die Enten ihre Runden ziehen. Auf der anderen Seite stehen Nachbildungen antiker Statuen. Vor dem Opernhaus befinden sich neben der Schillerstatue und Plastiken der Moderne. Überall laden Bänke zu einer Ruhepause ein, und sobald es warm wird, lockern viele bunte Blumenbeete die Atmosphäre auf.