Neuhausen (Metzingen)

In Neuhausen stehen noch drei Keltern. Der Ort wurde 1971 eingemeindet und wuchs vom kleinen Bauerndorf zur Wohngemeinde. Schon längst fühlen sich neben den Alteingesessenen viele Zugezogene wohl. Die landschaftliche Lage ist gut. Von sanften Erhebungen umgeben, liegt Neuhausen selbst in einer Ebene im Ermstal. Die ausgeglichene Atmosphäre und die aussichtsreiche Umgebung machen Neuhausen zu einem beliebten Wohnort.

Bindhof im Ortskern von Neuhausen

Auch für Auswärtige interessant ist der historische und schön aufgearbeitete Ortskern. Dazu gehören die Alte Schmiede, der Bindhof und die Diakoniestation, alle in Fachwerkbauweise. In diesem Umfeld befindet sich ein Künstlerbrunnen. Bei einem Spaziergang durch die Klosterstraße bekommt der Besucher einen Eindruck vom ländlichen Leben vergangener Tage. Einige Ensembles sind bis heute erhalten geblieben. Und auch wenn das Fachwerk mancherorts unter dem Putz verschwunden ist, mindert das nicht den Stolz, den diese Häuser ausstrahlen.

Klosterstraße

Der zentrale Platz in Neuhausen heißt Insel und ist auch ein wichtiger Haltepunkt für die Buslinien. An ihm befindet sich ein größerer Supermarkt. Über die Kelternstraße kommt man zur Bahnstation Metzingen-Neuhausen, an dem die Ermstalbahn hält. Von hier gibt es direkte Verbindungen nach Bad Urach, Metzingen, Reutlingen, Tübingen und sogar Herrenberg.

Keltern und Hofbühl

Hinter der Bahnstrecke stehen die Keltern. Sie werden von der Weingärtner-Genossenschaft genutzt. Wer mit dem Auto da ist, kann es hier abstellen. An einer der Keltern ist eine große Karte mit den Wanderwegen angebracht. In der Nachbarschaft kam in jüngster Zeit ein neues Baugebiet dazu. Nicht schwer zu verstehen, denn die Lage könnte nicht besser sein. Parallel zur Bahnstrecke verläuft Rad- und Wanderweg ohne Steigungen bis Dettingen und von dort weiter nach Bad Urach. Es ist eine erlebnisreiche Tour, die durch alle Arten von Landschaften quer durchs Ermstal führt: Weinberge, Obstgärten, Felder, Wiesen und Wald.

Weinberg am Hofbühl

Wer lieber von oben eine schöne Aussicht hat, sollte gleich bei den Keltern schräg nach links bergauf gehen. Man kommt direkt in die Weinberge und kann die hellen und dunklen Trauben einmal selbst an den Stöcken sehen. Die Erhebung, an der der Wein wächst, nennt sich Hofbühl und hat eine Höhe von 510 Metern über dem Meer. Auf ihm befindet sich auch eine Grillstelle. Man schaut auf den Ort Neuhausen und das Rossfeld hinter Glems. Darüber hinaus ins Ermstal und nach Dettingen. Vom Fuße des Hofbühls ist man auch schnell am Metzinger Weinberg und am Bahnhof.

Wege durch die Weinberge

Der besondere Stolz der Einwohner ist übrigens der Handball-Bundesligaverein TV 1893 Neuhausen, der schon zahlreiche Pokale mit nach Hause brachte. Natürlich hat Neuhausen von der Anziehungskraft Metzingens als Outletcity mit profitiert. Die Infrastruktur konnte wesentlich verbessert werden. Menschen, die in Metzingen Arbeit gefunden hatten, bauten sich hier ihr Haus. Nichts desto trotz achten die Einwohner darauf, dass ihr Ort seinen ländlichen Charakter nicht allzu stark verliert. Und so steht man auch größeren Gewerbeansiedlungen bisher pessimistisch gegenüber.