Geschichte von Metzingen

Metzingen wurde 1075 erstmals urkundlich erwähnt und ging zu Beginn des 14. Jahrhunderts in den Besitz der Grafen von Württemberg über. Dank des milden Klimas wird seit Ewigkeiten in dieser Gegend Wein angebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Metzingen stark zerstört. Ab 1700 erfuhr das Textil- und Gerberhandwerk einen Aufschwung.

Blick auf Metzingen

Im 19. Jahrhundert siedelten sich bedeutende Fabriken an. So wurden Arbeitskräfte nach Metzingen geholt, die auch oft dort blieben und zum Bevölkerungswachstum beitrugen.
Von etwa 150 Bewohnern am Ende des 14. Jahrhunderts stieg die Zahl bis 1600 auf rund 2000 an. Um 1900 lebten in Metzingen rund 5500 Menschen. 1859 erfolgte der Schienenanschluss an die Strecke Stuttgart-Reutlingen-Tübingen. Als 1938 der Landkreis Urach aufgelöst wurde, kam die Stadt zum Landkreis Reutlingen.

Auf dem Metzinger Weinberg

1971 wurde Neuhausen an der Erms und 1975 das Dorf Glems eingemeindet. Am 1. Oktober 1990 bekam Metzingen den Status der Großen Kreisstadt. War es nach dem Krieg mit knapp unter 10.000 Einwohnern noch relativ überschaubar, leben heute rund 22.000 Menschen in der Stadt. Metzingen verfügt heute über ein hohes Maß an Infrastruktur und ein reges Vereins- und Kirchenleben. Neben der evangelischen und katholischen Kirche gibt es noch eine Reihe an Freikirchen.