Unterhausen

Unterhausen wurde stark durch die Industrialisierung geprägt. Das ländliche Dorf entwickelte sich rasch zum Arbeiterwohnort. Durch den zunehmenden Kraftverkehr auf der wichtigen Durchgangsstraße kamen Lärm und Abgase hinzu. So gewinnt man heute als Auswärtiger einen trostlosen Eindruck von Unterhausen, und würde nicht vermuten, dass sich abseits der Straße noch einige Besonderheiten verstecken.

Pfarrhaus und Johanneskirche

Eine große Geschichte hat die Johanneskirche in Unterhausen, deren Ursprünge bereits vor dem Jahr 1000 liegen. Der untere Teil des heutigen Kirchturmes stammt von der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Sehenswürdigkeit sind hier die um 1430 entstandenen Fresken, welche nach dem Zweiten Weltkrieg neu entdeckt und freigelegt wurden. Sie zeigen Bilder über das Leben des Kirchenpatrons und von Jesus Christus. Das Kirchenschiff wurde größtenteils im Jahre 1585 erbaut.

Die Johanneskirche

Das Gelände ist komplett mit einer Mauer umfasst. Rund um die Kirche befand sich früher ein Friedhof. Heute gibt es hier ein Kriegerdenkmal und das Pfarrhaus in Fachwerkbauweise. Der Bereich um die Kirche ist der älteste in Unterhausen. Ansonsten ist der Ort im engen Tal sehr verbaut. Das heutige Zentrum bilden großflächige Wohnanlagen, die sich entlang der ehemaligen Bahnstrecke nach Honau erstrecken. Dort befinden sich auch Geschäfte, Supermärkte und Banken.

Modernes Zentrum in Unterhausen

Richtung Honau steht in der Ludwigstraße die Erlöserkirche. Sie gibt es schon sehr lange; bis 1931 bildete sie die eigene Kirchgemeinde Oberhausen, bis sie mit Unterhausen vereinigt wurde. Vor dem Bauwerk befinden sich ein Kriegerdenkmal und der Dorfbrunnen. Die Kirche wird nach wie vor zu regelmäßigen Gottesdiensten und Veranstaltungen genutzt. Zu jeder Stunde hört man das Glockengeläut.

Die Erlöserkirche

Dahinter befindet sich das traditionsreiche Alte Schulhaus. Die Umgebung bildet der alte Dorfkern Oberhausens, der noch ländliche Aspekte sowie einige Fachwerkhäuser aufweist. In der Nebelhöhlestraße gibt es noch den alten Friedhof, den man durch ein eisernes Tor betritt. Hinter der Mauerumfassung versteckt sich eine Wiese, auf der die Grabsteine großteils entfernt sind. Dennoch strahlt die Anlage mit den Bäumen ihren Reiz aus.

Auf dem alten Friedhof von Oberhausen

Das Mineralienmuseum Lichtenstein beherbergt eine private Sammlung von Familie Hinger, die in über 30 Jahren zusammentragen wurde. In vier Ausstellungsräumen wird eine Vielzahl an Gesteinen präsentiert, die im Rahmen eines Rundganges erläutert werden. Zu den Besonderheiten dieses Museums gehören unter anderem versteinerte Blitze, Vulkangesteine, Sulfide, Silikate, Halogenide, organische Mineralien wie Bernsteine, außerirdische Gesteine wie Meteoriten und Tektite, Quarze, künstliche Mineralien, Meeresbewohner, Fossilien und Prähistorisches. Das Angebot für Kinder ist groß. Diese können sich in der Mineralienecke vergnügen oder in der Schmökerecke stöbern. Die Hintergründe werden anhand einer Mappe verdeutlicht. Geöffnet ist nur nach Veröffentlichung in der Tagespresse oder vorheriger Terminvereinbarung.

Das Mineralienmuseum