Gestütshof St. Johann

Knapp an der Grenze zum Eninger Gemeindegebiet, benachbart zur Eninger Weide, liegt der Gestütshof St. Johann, welcher zum Haupt- und Landgestüt Marbach gehört. Die Meereshöhe beträgt an dieser Stelle 759 Meter.

Auf dem Gestütshof

Hier wird noch echte Landwirtschaft und Tierzucht betrieben. Das Gut setzt sich aus mehreren, teils historischen Gebäuden und Ställen zusammen. Im Gasthof ist eine Einkehrmöglichkeit vorhanden. Jedes Jahr im Spätsommer findet hier das berühmte Kartoffelfest statt, wo es Produkte und Wohlschmeckendes aus der Knolle zu kaufen und zu genießen gibt. Dann treffen sich Menschen aus einem großen Umkreis auf dem Gestütshof, die Musikanten spielen auf und sogar die politische Prominenz lässt sich blicken.

Historisches Fachwerkgebäude

Nur wenige hundert Meter entfernt steht die Hohe Warte, ein bekannter Aussichtsturm auf 820 Metern Höhe. Hier befindet sich auch das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, das später noch mit denen des Zweiten Weltkrieges erweitert wurde. Der Schwäbische Albverein richtet alljährlich am zweiten Sonntag im Oktober ein Fest aus, um an die Gefallenen zu erinnern.

Hohe Warte

Vom Parkplatz unterhalb der Hohen Warte führt der Weg in den Wald. Folgt man diesem, gelangt man ins Längental, einem Hochtal. Man erkundet die Höllenlöcher, eine Anzahl von Höhlen, und trifft hinter einem Waldabschnitt auf den Segelflugplatz Roßfeld. Er liegt schon über dem zur Stadt Metzingen gehörenden Dörfchen Glems. Der Sonnenfels, Olgafels, Rossfels, Wiesfels und Grüner Fels sind schöne Aussichtspunkte, um ein Päuschen einzulegen und beim Blick auf das Albvorland zu entspannen.

Blick vom Olgafels ins Ermstal nach Dettingen

Vom Gestütshof führt eine breite, einreihige Allee zum Fohlenhof. Auf der einen Seite befindet sich ein Grasstreifen und an der anderen Seite weite Felder mit guter Sicht zu den Höhenzügen um Würtingen. Im Wandel der Jahre lassen sich hier interessante Farbspiele beobachten, zum Beispiel wenn herrlich gelber Raps auf der Fläche gedeiht. Demzufolge ist es hier auch im Frühling am schönsten, aber auch im Winter lohnt sich der Spaziergang durch die verschneite Landschaft.

Fohlenhofallee im April

Der Fohlenhof gehört ebenfalls zum Gestüt Marbach. Mit seinen historischen Gebäuden liegt er nicht weit vom Albtrauf entfernt. Kein Straßenlärm, keine Hektik stört hier die einmalige Ruhe. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es nicht. Die Bewohner widmen sich der Aufzucht von Stutfohlen. Nicht selten kann man die edlen Tiere auch auf der Weide beobachten. In der Fortsetzung des Weges kommt man zum Rutschenfelsen, der eine schöne Aussicht auf die Burg Hohenurach und das Ermstal bietet. Gut ausgestattete Wanderer kommen mit Verpflegung oder nutzen die Grillstelle, für die anderen gibt es im Wanderheim „Rohrauer Hütte“ Getränke und Snacks.

Der Fohlenhof

Unterhalb befindet sich der berühmte Uracher Wasserfall, der in Stufen 37 Meter tief auf Kalktuffstein ins Tal stürzt. Eher wieder Richtung Fohlenhof gibt es noch die Gütersteiner Wasserfälle mit den spärlichen Hinterlassenschaften eines Klosters und einer Kapelle. Dazwischen liegt der Runde Berg mit Resten einer Höhensiedlung aus der Keltenzeit. Wer gut zu Fuß ist, kann auch gleich zur Burgruine Hohenurach aufsteigen. Vom Bad Uracher Kurgebiet fährt dann die Ermstalbahn zurück nach Metzingen, Reutlingen, Tübingen oder auch bis nach Herrenberg.

Am Wanderweg zum Uracher Wasserfall

Lage: 72813 Sankt Johann, Gestütshof. Erreichbar über die L 380 von Reutlingen-Eningen unter Achalm nach St. Johann-Würtingen. Ca. 2 Kilometer nach der Eninger Weide linke Ausfahrt zum Gestütshof.