Schopflocher Moor

Die Alb im Landkreis Esslingen weist viele landschaftliche Schönheiten auf. Jenseits des Lenninger Tales mit seinen Burgen, Felsen und Höhlen liegt die Schopflocher Alb. Namensgebend ist der Ort Schopfloch, der ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Im Winter wird hier gerne Ski gefahren. Am nördlichen Ende liegt der Ort Ochsenwang. Der Dichter Eduard Mörike verbrachte 1832 eine Vikariatszeit im Pfarrhaus, wo ihm heute ein Museum gewidmet ist. Berühmt ist auch das knapp daneben liegende Randecker Maar, die Reste eines Vulkans aus der Urzeit.

Schopflocher Alb mit Otto-Hoffmeister-Haus

Das Naturschutzzentrum

Am Rande eines ehemaligen Marmorsteinbruches an der Landstraße von Ochsenwang nach Schopfloch befindet sich das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Die Aufgaben liegen in der Betreuung der Schutzgebiete, Öffentlichkeitsarbeit und Koordinierung von Naturschutzaktivitäten. Die Ausstellungen im Gebäude dokumentieren diese Arbeit. Hier wird der Lebensraum einheimischer Flora und Fauna dargestellt. Im Außenbereich gibt es einen Naturgarten und Kinderspielplatz. Nach Vereinbarung finden auch Führungen durch den Steinbruch statt.

Naturschutzzentrum Schopflocher Alb

Wanderungen im Moor

Ebenfalls an dieser Straße befindet sich eine Kreuzung mit der Landstraße nach Weilheim. Schon von Weitem sieht man das Otto-Hoffmeister-Haus. Es handelt sich um ein Gasthaus mit Gartenwirtschaft und Übernachtungsmöglichkeiten. Davor gibt es eine große Auswahl an Parkplätzen, die auch Wanderern bzw. zur Winterzeit den Skilangläufern zur Verfügung stehen. Unweit davon hat die Staatliche Naturschutzverwaltung eine Informationstafel aufgestellt. Dort geht es auch schon ab in das Schopflocher Moor.

Moorboden mit wilder Vegetation

Es handelt sich um den Rest eines verlandeten Gewässers. Früher bauten die Menschen dort Torf ab, heute steht das Gebiet unter Naturschutz und kann rundherum begangen und besichtigt werden. Über einen Steg kann man auch direkt durch das Moor laufen. Der Weg schlängelt sich quer hindurch und verspricht ein Erlebnis besonderer Art. Nach einer Weile läuft man durch ein lichtes Wäldchen mit magerem Boden. An manchen Stellen steht der Boden noch verhältnismäßig stark unter Wasser. Dennoch sieht man überall, wie sich die Flora und Fauna entwickelt. Der Holzsteg ist stabil und man muss keine Angst haben, an einer Stelle zu versinken.

Der Steg führt sicher über das Moor

Auch im Winter, wenn alles eingeschneit ist, kann der Besuch dieser herrlichen Gegend unvergleichbar schön sein. Und im März, wenn es im Tal schon Frühling wird, liegt hier manchmal noch Schnee, und man ist wie in einer anderen Welt, wenn man den Albaufstieg hinter sich gelassen hat.

Naturschutzgebiet

Anfahrt: A 8 Ausfahrt Kirchheim unter Teck-Ost oder Aichelberg (jeweils zwölf Kilometer). Weiter Richtung Bissingen an der Teck und Albaufstieg K 1250 über Ochsenwang. Aus Süden über die B 28, dann Römerstein zur B 465 und kurz vor der Steige vom Lenninger Tal auf die L 1212 abbiegen, durch Schopfloch fahren und weiter bis zum Ziel.

Lage: 73252 Lenningen-Schopfloch, Torfgrube 6.