Burg Teck

Von der Stadt Owen im Lenninger Tal führt die Kreisstraße 1248 hinauf zur Burg Teck. Nach einigen Serpentinen passiert man den Hohenbol, einen 602 Meter hohen Ausläufer des Teckberges. Dass er unbewaldet ist, verdankt er der Tatsache, dass hin und wieder Schafweiden an ihm grasen. Wer will, kann sein Auto parken und die schöne Aussicht auf die Stadt Owen und zum Albtrauf genießen.

Naturschutzgebiet Hohenbol

Bereits nach kurzer Fahrt erreicht man den Wanderparkplatz am Hörnle, das ebenfalls eine Höhe von 602 Metern hat. Es ist ein weiterer lohnender Aussichtspunkt, wo man das Land unter der Teck sehen kann. Im Vordergrund Bissingen mit der Limburg (598 Meter ü. NN.) und Weilheim an der Teck im Hintergrund. Darüber reihen sich die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen aneinander. Am Platz befindet sich auch eine Grillstelle.

Blick vom Hörnle: Bissingen an der Teck, Limburg und Weilheim, hinten links die drei Kaiserberge

Von hier geht es nur noch zu Fuß durch den Wald weiter. Im Winter sollte man hier sehr vorsichtig sein. Nach einem anstrengenden und steilen Aufstieg erreicht man auf 775 Metern über Meereshöhe die Mauern der mittelalterlichen Burg Teck. Kurz vor der Ankunft kann man zur linken Hand in ein Verlies blicken. Durch ein steinernes Portal betritt man den Innenhof.

Durchgang zum Innenhof

Für den durstigen Wanderer gibt es ein Wanderheim. Außer Montag und Dienstag ist hier täglich geöffnet. Während der Wintersaison ist geschlossen. Sonst kann man an dem Kiosk eine Erfrischung kaufen und es sich auf der Terrasse gut gehen lassen. Toiletten sind vorhanden. Lohnend ist zudem der Aufstieg zum Turm, der eine überwältigende Aussicht in den Stuttgarter Raum und rund um die nördliche Alb bereithält. Im Umfeld des Wanderheims gibt es zudem ein Münzfernrohr.

Wanderheim Burg Teck

Das Panorama umfasst die Gemeinde Dettingen unter Teck, daneben Nabern, darüber schweift der Blick nach Kirchheim unter Teck und Richtung Plochingen, Neckar- und Filstal bis in den Schurwald. Man sieht die Schornsteine der EnBW Kraftwerke bei Altbach / Plochingen, weiter westlich auch nach Esslingen.

Kirchheim unter Teck

Auf einem Vorsprung kann man sich noch die Reste der im 16. Jahrhundert zerstörten Burg anschauen. Den im Ersten Weltkrieg Gefallenen wurden gleich zwei Denkmale gewidmet: Ein freistehendes vom Teckgausänger-Bund und ein die Mauer eingelassenes vom Teck-Turn-Gau. Es sind größtenteils nicht mehr als bloße Mauern, aber es ist auch noch ein Raum erhalten, der über eine Treppe begangen werden kann. Die Befestigung fällt zum Berg hin steil ab, hier ist Vorsicht angesagt.

Reste der mittelalterlichen Burg

Im ganzen Bereich der Burg Teck sind natürlich Rastplätze vorhanden, wo man auch ausruhen kann, wenn das Wanderheim geschlossen hat. Die Teck ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel und lockt zahlreiche Besucher bis weit über die Region hinaus an.

Lage: 73277 Owen, Teckstraße 100. A 8 Ausfahrt Kirchheim unter Teck-Ost, von dort über die B 465 bis Owen, zur K 1248 hinauf zur Teck abbiegen und bis zum Parkplatz fahren (ca. acht Kilometer).