Die Achalm bei Reutlingen

Die Achalm ist der Hausberg der 110.000 Einwohner zählenden Stadt Reutlingen in Baden-Württemberg, 40 Kilometer südlich von Stuttgart. Die Höhe beträgt 707 Meter über dem Meer. Gleichzeitig hat auch die benachbarte Gemeinde Eningen Anteil an diesem Berg, weshalb diese den Beinamen „unter Achalm“ trägt.

Die Achalm mit Eningen und Reutlingen vom Mädlesfels gesehen

Auf ihrem Gipfel waren seit dem 11. Jahrhundert die Grafen von Achalm ansässig, die den Ansiedlungen im Tal Schutz gaben. Die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit, danach kamen die Kelten. Sie hatten unterhalb des Gipfels am Rappenplatz eine Höhensiedlung und unweit des Scheibengipfels eine Begräbnisstätte. Die Universität Tübingen hat diese Orte bereits ausführlich untersucht. Auf halber Höhe befindet sich heute das Achalm-Restaurant mit Aussichtsterrasse, ein beliebtes Ausflugsziel.

Fußweg zum Gipfel

Wanderungen

Vom Achalm-Parkplatz am Scheibengipfel geht man ein kleines Stück über die Wiese bergauf, dann gibt es einen Rundweg unterhalb des Gipfels. Schöne Ausblicke eröffnen sich einem auf die Schwäbische Alb, Eningen bis hin zum Hohenneuffen. Man kann auch die Baumallee entlanglaufen und am Achalm-Restaurant einen Weg bergab nehmen. Hier gelangt man zum Schönen Weg, der oberen Besiedlungsgrenze Reutlingens. Er ist nur an einer Seite bebaut, man spaziert durchgehend durch viel Grün. Oder am Achalm-Restaurant einfach weiter und dann Richtung Eningen. Knapp unterhalb des weitergehenden Weges liegt das ehemalige Häuschen des Künstlers, Bildhauers und Holzschnitzers HAP Grieshaber. Überall finden sich kleine Pfade, die von den Spazierwegen abzweigen und zum Erkunden einladen.

Reste der alten Burg

Die Burgruine

Vom Achalm-Höhenrestaurant führt ein Fußweg steil bergauf. Es gibt die Gelegenheit, sich zwischendurch auf eine Bank zu setzen. Für Leute, die eine schlechte Kondition haben, ist der Weg weniger geeignet, da man schnell außer Puste gelangt. Durch einen kleinen Wald entdeckt man die ersten Mauern der alten Burg. Es ist nicht mehr viel erhalten, aber man kann sich vorstellen, wie prächtig diese Burg einst war. Im Wald stehen noch einige der Befestigungen.
Auf dem Gipfel befindet sich der im 19. Jahrhundert wieder aufgebaute Turm. Es ist ein durchgehend begehbarer Aussichtsturm mit Eisentreppen. Man sieht das gesamte Albvorland, den Großraum Stuttgart, den Albtrauf und an schönen Tagen auch einige Berge im Schwarzwald. Eine große Deutschlandflagge ziert den Turm. Man kann hier auch grillen.

Der Aussichtsturm

Nach dem Abstieg und der Wanderung zurück empfiehlt sich die Einkehr im Restaurant. Die Speiseauswahl ist groß und überzeugt, für den Nachmittag hat man die Wahl zwischen Kaffee und Kuchen oder einem Eisbecher. Die Achalm zieht viele Tagesausflügler aus dem Großraum Stuttgart an. An Sonn- und Feiertagen kann es leicht einmal ziemlich voll sein. Wer kann, sollte wochentags kommen, da ist es manchmal menschenleer.

Schafherde unweit des Scheibengipfels

Anfahrt

Von Stuttgart / A8 über die B 27, dann die B 312 Richtung Metzingen, ab Metzingen Richtung Reutlingen und knapp hinter dem Stadteingang rechts raus zur Achalm.
Vom Schwarzwald / Tübingen über die B 28 an der Reutlinger Kernstadt vorbei (Schnellstraße), dann knapp hinter der Kreuzung In Laisen und vor der Stadtausfahrt rechts ab Richtung Achalm.

Die weitere Fahrt geht über die Burgholzsiedlung (ausgeschildert) und eine Serpentinenstrecke auf den Scheibengipfel. Hier gibt es auch einen Besucherparkplatz mit einem großartigen Panorama auf Reutlingen. Entlang einer Baumallee kommt man zum Achalm-Höhenrestaurant. Der Parkplatz davor ist ausschließlich für Gäste gedacht.

Blick zur Achalm von Eningen

Mit dem Stadtbus nimmt man die Linie 8 Richtung Burgholz bis zur Endhaltestelle. Der Bus fährt auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Reutlinger Hauptbahnhof oder am ZOB ab. Die Fahrtdauer beträgt rund acht Minuten. Dann läuft man einfach das Königsträßle geradeaus hoch, die Achalm ist nicht zu verfehlen.