Burgruine Hohenurach

Ein Ausflug zur Ruine Hohenurach

Die Ruine erreicht man von Bad Urach aus am besten über das Kurgebiet. Dort ist ein Bahnhaltepunkt der Ermstalbahn und ein großer Wanderparkplatz. Von hier aus führt ein Weg über 250 Meter Höhenunterschied auf den Gipfel. Alternativ lässt sich die Tour auch beim Wanderparkplatz bei St. Johann-Bleichstetten auf der Albhochfläche starten. Dort hat man noch eine tolle Aussicht in das Maisental und den Burgberg, kurz nachdem man in den Wald hineinläuft. Es geht dann steil bergab, immer am Albtrauf entlang, bis man nach vielen Metern auf einen relativ flachen Weg kommt, der an einer Schutzhütte vorbeiführt. Kurze Zeit danach führt der Weg erneut nach oben, was im Sommer sehr anstrengend ist.

Blick vom Eppenzillfelsen zur Burgruine Hohenurach

Spuren der Vergangenheit

Schon kurz unterhalb der Ruine empfangen den Besucher die ersten Mauerreste, die wohl noch aus dem Mittelalter stammen. Wenn man aus dem Wald herauskommt, türmen sich über einem die mächtigen Mauern der einstigen Festungsburg auf. Dazwischen einige Rundtürme und teils noch vergitterte Fenster. In einer Serpentine macht der Weg bergauf kehrt und lässt den Wanderer einen dunklen Eingang passieren, von dem aus man auch dunkle Gänge und Zimmer der Ruine erkunden kann. Man kann wirklich alles begehen, es ist sehr sicher, wenn man nicht gerade nachts unterwegs ist. Hier kann man sich vorstellen, wie diese Räume einst ausgesehen haben müssen.

Unterhalb der Burg

Fantastische Ausblicke

Darüber befindet sich eine Plattform, von der man ein schönes Panorama auf die Kurstadt hat. Man sieht auch das Maisental und den Runden Berg auf der gegenüberliegenden Seite. Nochmals darüber thront die Mauer der Hauptburg, auf der man auch entlanglaufen kann. Im Innenhof befindet sich ein Brunnen. Durch die Fenster kann man ins Tal hinunterschauen. Von einer schönen Sitzgelegenheit bietet sich ein Ausblick ins Ermstal. Des Weiteren sieht man das Bad Uracher Kurgebiet und hört nur leise das Brummen der Autos im Tal. Eine ebenso tolle Kulisse ist der Albtrauf auf der anderen Seite. Motive für Fotos und Postkarten ergeben sich hier genug.

Schöne Aussicht auf Bad Urach

Informationen zur Ruine

Das Schöne an der Ruine ist, dass sie noch so gut erhalten ist. Sie ist ganzjährig zugänglich, und es gibt keinen Eintritt. Dafür ist die Ruine nicht bewirtschaftet. Es empfiehlt sich, ausreichend zu Trinken mitzunehmen, da der Aufstieg anstrengend sein kann. Die nächsten Einkehrmöglichkeiten befinden sich im noch weit entfernten Kiosk über dem Uracher Wasserfall (der Weg dorthin ist unterhalb der Ruine ausgeschildert) oder im Maisental-Stüble am Fuße des Berges.

Dieses Ausflugsziel ist ein Muss für jeden Schwäbische Alb-Fan und nur zu empfehlen. Zwar muss man erst den Berg hinaufgehen, aber da es wirklich eine Attraktion ist, die zudem nichts kostet, lohnt es sich. Für Gäste, die sich auf der Schwäbischen Alb und in der Nähe aufhalten, ist der Hohenurach auf jeden Fall ein Tipp.

Mächtige Mauern - immer noch gut erhalten

Lage: 72574 Bad Urach, Maisental / Graf-Eberhard-Straße, gebührenpflichtiger Parkplatz unterhalb des Berges.