Römersteinturm Donnstetten

Der Römersteinturm befindet sich auf 874 Metern Meereshöhe bei Römerstein-Donnstetten. Er wird vom Schwäbischen Albverein betrieben und besteht seit 1912. Entlang der Landesstraße 252, die von Böhringen nach Donnstetten führt, gibt es mehrere Parkplätze, von wo aus der kurzweilige Spaziergang starten kann. Wege führen durch den Wald hinauf zur Kuppe. Hier gibt es eine Lichtung, auf der der Turm steht, daneben einen Freizeitplatz und zwei Grillstellen.

Römersteinturm mit Rastplatz

Über viele Treppenstufen gelangt man zu einer Aussichtsplattform. Dort sind Orientierungstafeln angebracht, die auf verschiedene markante Punkte verweisen. Der Blick schweift rundum auf die Schwäbische Alb, das Lenninger Tal und die drei Hohenstauferberge. Der Rand des Ermstales ist ebenfalls noch zu erkennen. In der Wanderzeit ist der Turm am Wochenende und feiertags geöffnet, sonst sind die Schlüssel bei ausgewählten Stellen in den Nachbarorten hinterlegt. Genauere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Schwäbischen Albvereins. Am Fuße des Römersteinberges betreiben die Naturfreunde Stuttgart ein Wanderheim mit Übernachtungsmöglichkeiten.

Blick ins Lenninger Tal

Lage: 72587 Römerstein-Donnstetten, L 252, Böhringer Straße. Anfahrt von Reutlingen / Bad Urach über die B 28 sowie von Ulm über die B 28, von Stuttgart und der A 8 Ausfahrt Kirchheim/Teck über die B 465 bis Römerstein.

Raichberg Albstadt-Onstmettingen

Raichbergturm

Der Aussichtsturm befindet sich auf stolzen 956 Metern über dem Meer bei Albstadt-Onstmettingen. Die Höhe des 1928 erbauten Turmes beträgt 22 Meter. In der Umgebung des Bauwerks gibt es eine Wiese mit Feuerstellen und Kinderspielgeräten. Darüber hinaus lässt sich im Restaurant des Wanderheim Nägelehaus gut speisen. Es bestehen auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Der Raichbergturm

Das Panorama reicht von den über 1000 Meter Höhe liegenden Albbergen Richtung Südwesten bis hin zum Schwarzwald mit dem Feldberg und der Hornisgrinde. Als weitere markante Punkte wären die Wurmlinger Kapelle, Tübingen, die Salmendinger Kapelle sowie der Roßberg bei Reutlingen zu nennen. Bei guter Wetterlage sind von hier aus die Alpen sichtbar. Der Turm ist meist geöffnet, sonst ist der Schlüssel im Wanderheim Nägelehaus abholbar.

Nägelehaus und Onstmettingen

Lindenhain Raichberg

Zur Erinnerung an den Tag der friedlichen Wiedervereinigung pflanzten der Landrat, die Oberbürgermeister und Bürgermeister des Zollernalbkreises am 3.Oktober 1990 den Lindenhain auf dem Raichberg. Er besteht aus den symbolhaften Linden, hölzernen Hinweistafeln am Beginn der Wanderpfade und einem Gedenkstein mit Informationsschrift, der in der Mitte des Lindenhains platziert ist.

Lindenhain Raichberg

Anfahrt

Onstmettingen ist der nördlichste Stadtteil von Albstadt. Von Stuttgart über die B 27, vorbei an Tübingen und Hechingen bis zur Abfahrt Bisingen, dann zehn Kilometer über die L 360 bis Onstmettingen. Vom Bodensee über Rottweil ebenfalls bis Bisingen und dieselbe Route nehmen. Aus Richtung Ulm von Riedlingen die L 275 nach Gammertingen, von dort ein kurzes Stück bis Neufra und über die L 448 bis Albstadt-Ebingen. Dies ist der größe Albstädter Stadtteil und über die B 463 mit Balingen und Sigmaringen verbunden. Die Entfernung nach Onstmettingen beträgt von hier acht Kilometer. Im Ort abbiegen, der Thanheimer und Nägelestraße folgen und ein Stück hinausfahren. Kurz vor Erreichen des Wanderheims befindet sich an der rechten Seite ein Wanderparkplatz.

Lage: 72461 Albstadt-Onstmettingen, Raichberg.

Haupt- und Landgestüt Marbach

Pferdezucht für die besten Ställe

Das Haupt- und Landgestüt Marbach ist immer eine Reise wert. Es ist das größte und wichtigste Gestüt des Landes und hat einen internationalen Ruf. Hier findet die Marbacher Hengstparade statt. Sogar aus dem Orient kommen manchmal die Scheichs vorbei, um sich nach einem guten Zuchtpferd umzusehen. Von Reutlingen ist man in einer halben Autostunde dort. Beliebte Ferienorte wie Sonnenbühl, Gomadingen oder Hayingen sind in der Nähe.

Behaglicher Innenhof mit Pferdebrunnen

Der große Parkplatz liegt am Rande des Gestüts. Kurzzeitparken ist leider nicht möglich, man bezahlt die pauschale Gebühr für einen ganzen Tag. An Wochenenden und schönen Ferientagen herrscht hier Hochbetrieb. Der Parkplatz ist gut gefüllt und man sieht viele Familien mit kleinen Kindern.

Immer der Straße lang, geht man an den ersten Häusern der Ansiedlung Marbach bis zum Haupteingang. Durch ein Tor gelangt man in den Innenhof. Seitlich an einer Wand hängen zahlreiche Auszeichnungen, die das Gestüt im Laufe der Jahre gesammelt hat. Ein hübscher Brunnen mit einer Pferdeskulptur befindet sich hier. In einem Nebengebäude stehen alte Kutschen, die man von außen mit einem Blick besichtigen kann. Weiter geht es zu den Pferdeställen.

Pferdestall aus Fachwerkzeiten

Die Ställe kann man als Besucher zu den Öffnungszeiten besichtigen. Darin befinden sich die Pferde, die mal einfach so rumstehen, schauen wer kommt, trinken, fressen, sich ausruhen und ein schönes Leben haben. Im Sommer kann man sie auch überall auf den Weiden rund um das Gestüt sehen. In einem Laufgatter halten sich ab und zu ebenfalls Pferde auf. Eine Pferdestatue erinnert an einen Araberhengst, der viele erstklassige Nachkommen hatte und das Gestüt bekannt gemacht hat. Es gibt auch eine Reitarena für die Vorführungen und das Infozentrum. Viele Gebäude des Gestüts sind mit Tafeln versehen, anhand derer sich der Besucher ebenso Auskunft holen kann.

Araberhengst

Natürlich sind noch weitere Attraktionen vorhanden. Nach Anmeldung, oder zu bestimmten Terminen, kann man an einer Kutschfahrt über die Alb teilnehmen. Ein Café, welches auf der anderen Straßenseite liegt, versorgt den Besucher mit kleinen Stärkungen. Im unweit gelegenen Gestütsgasthof mit Außenterrasse gibt es einen guten Mittagstisch. Nebenan befindet sich dort die Landesreitschule. Und letztendlich führen von Marbach zahlreiche Wanderwege in die schöne Umgebung, ins Lautertal und darüber hinaus.

Für Pferdefans und solche, die der Betrieb auf einem Gestüt interessiert, ist dieser Besuch absolut zu empfehlen. Wenn man an Wochenenden anreist, geht`s hier natürlich hoch her. Unter der Woche hat man meistens seine Ruhe. Man kann das Gestüt gut in eine Tagestour integrieren. So gibt es im nahegelegenen Lautertal hervorragende Wanderrouten und Burgen zum Besichtigen. Der Informationsgehalt ist hoch und wer einmal in Marbach war, wird gerne wiederkommen.

Gestütsgasthof mit Landesreitschule

Anfahrt

Die Strecke ist leicht zu finden. Von der A 8 / Stuttgart Abfahrt Reutlingen / Tübingen, dann über die Schnellstraße bis Reutlingen, über das Echaztal auf die Alb, am Kreisverkehr links ab Richtung Münsingen, bei Gomadingen abbiegen ins Lautertal und bis Marbach fahren. Oder von der anderen Richtung A 8 Abfahrt Merklingen, ebenso von Ulm bis Münsingen und weiter nach Gomadingen-Marbach.

An Sonntagen verkehrt im Sommer auch ein Pendelverkehr von Münsingen nach Engstingen, Ausstieg Marbach. Anschlüsse bestehen mit dem Zug auch von Münsingen über Schelklingen nach Ulm und mit dem Bus täglich direkt von Marbach nach Münsingen und Reutlingen.

Ortseingang von Marbach

Lage: 72532 Gomadingen-Marbach, L 249 Bad Urach – St. Johann – Gomadingen – Hayingen – B 311 / Obermarchtal, Gestütshof Marbach.

Pfullingen

Stadt und Umland mit viel Qualität

Pfullingen, 18.000 Einwohner, Landkreis Reutlingen, grenzt direkt an die Großstadt Reutlingen. Der Hausberg ist der Georgenberg, gegenüber am Ende des Echaztales liegt die Achalm (707 m). Seit geraumer Zeit fährt man einfach an Pfullingen vorbei, weil es ja die Umgehungsstraße B 312 mit dem 2,5 km langen Ursulabergtunnel gibt. Er verläuft östlich der Kernstadt unter einer ehemaligen Bahntrasse, wo sich heute ein Radweg befindet. Die B 312 führt aus dem Großraum Stuttgart über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben. Warum sollte man Pfullingen besuchen ?

Pfullingen vom Georgenberg aus gesehen

Geschichte

Es gibt jede Menge Sehenswürdigkeiten in Pfullingen. Das begründet sich dadurch, dass es auch ein sehr alter Ort ist. Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet bereits um 3.000 v.Chr. besiedelt wurde. Um das Jahr 260 wurde es von den Alemannen erschlossen, die wohl vornehmlich aus elbgermanischen Sueben bestanden. Es wurde zum Hauptort eines Stammesgebietes, dessen Anführer Phulo = Pfullingen war. Das Gebiet beschreibt man als das sog. "Pfullichgau". An der Stelle der heutigen Martinskirche soll 620 n.Chr. eine Holzkirche errichtet worden sein. Pfullingen wird offiziell zum ersten Mal 937 n.Chr. in einer Urkunde genannt. Bis zum Beginn der frühen Neuzeit - ca. 1500 - wird eine eigene Pfullinger Währung erwähnt.

Das Klarissenkloster wurde 1278 erbaut,
nur die Kirche blieb bis heute erhalten

Ab 1250 existierte ein Kloster, dessen Konventsgebäude und Kreuzgänge erst im Zeitraum von 1780 bis 1826 abgerissen wurden. Bis heute erhalten sind die Klosterkirche und Reste der Mauer. Im 16. Jahrhundert kam Pfullingen in den Besitz von Württemberg und war bis 1806 Sitz eines Oberamts.

In der Stadt gibt es an jeder Ecke Beschilderungen, die im Rahmen eines historischen Rundganges auf alle geschichtlich bedeutenden Orte hinweisen. Ein großer Vorteil für den Besucher, der so die sorgsam sanierte Innenstadt optimal erkunden kann.

Am Laiblinsplatz

Sehenswertes

Pfullingen liegt an der Echaz, und der Fluss prägt diese Stadt. Sind zwar in den vergangenen Jahren mehrfach moderne Wohnanlagen entstanden, hat man darauf geachtet, das Gesicht der Stadt zu wahren. Einige Sehenswürdigkeiten heben sich besonders aus dem Gesamtbild heraus. Am Marktplatz sind es die Rathäuser, von denen das älteste bereits 1450 erbaut wurde und nachweislich seit 1522 als Rathaus dient. Von den vier heutigen Rathäusern sind drei Fachwerkhäuser. Eines davon war Vorratsraum, Markthalle und Schulhaus vor seiner heutigen Funktion. Der achteckige Marktbrunnen wurde 1885 von Kommerzienrat Ludwig Laiblin gestiftet. Auf ihm thront eine stolze Statue der Justitia. Fachwerkrathäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert umrahmen die Szene am Marktplatz.

Pfullinger Marktplatz mit Rathäusern

Gegenüber steht die Martinskirche, erstmaliger Bau von ca. 620 n.Chr. als Holzkirche, dann karolingische, frühromanische und staufische Bauten, 1580 Umbau des Schiffs, in der Barockzeit erfolgte der Turmaufbau. In der restlichen Fußgängerzone, von Linden- bis Laiblinsplatz, findet sich vielfach noch weiterer alter Baubestand. Das sogenannte "Schlößle" im Stadtgarten, ein um 1450 erbautes Fachwerkgebäude, beherbergt heute das Stadtgeschichtliche Museum. Die Baumannsche Mühle im Stadtgarten dient als Württembergisches Trachtenmuseum und Mühlenmuseum. Gleich daneben befindet sich das interessante Wasserrad der Mühle.

Schlößle im Stadtgarten

Der Klostersee liegt in einer modernen Wohnanlage, ist aber eine grüne Oase, wo man spazieren und dabei den Wasservögeln zuschauen kann. Die Klosterkirche des Klarissenklosters stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie steht neben der alten Bundesstraße und etwas oberhalb des Schiller-Gymasiums. Die Villa Laiblin am Rande der Innenstadt ist eine fotogene Jugendstilvilla. Die Pfullinger Hallen, gestiftet vom Fabrikanten Laiblin, sind ein architektonisches Merkmal aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Die Martinskirche ist das geistliche Zentrum der Stadt

Sehenswürdigkeiten im Umland

An der Straße Richtung Lichtenstein-Unterhausen biegt der Weg rechts ab. Hier gelangt man zu einem der Wahrzeichen Pfullingens, dem Schönbergturm. Er steht auf einem Vorsprung der Schwäbischen Alb, genannt auch die "Pfullinger Unterhose", da der Turm die Form einer überdimensionalen Unterhose hat. Unter dem Turm befindet sich ein weites Plateau, das mit Wiese bedeckt ist. Hier hat man einen schönen Panoramablick auf das Tal. Dort fand im Jahre 2006 die Freiluftausstellung "Kunstraum Wanne" mit Skulpturen und Objekten namhafter Künstler statt. Die Wanderwege führen von hier aus durch den Wald auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Blick von der "Unterhose" auf die Hochfläche Schönberg, unten im Tal Pfullingen, umrahmt von Georgenberg und Achalm

Der Übersberg mit dem Mädchenfelsen bietet einen fantastischem Panoramablick auf das Albvorland und die Achalm mit Eningen und Reutlingen. Auf dem Übersberg starten und landen bei schönem Wetter die Segelflieger. Im Café kann man sich eine Ruhepause gönnen. Die Auffahrt über den Elisenweg beträgt etwa 10 Kilometer und führt leicht ansteigend über dem Echaztal hinauf. Letztlich gibt es natürlich noch den Georgenberg, Hausberg von Pfullingen mit Blick auf die Stadt, Achalm und Reutlingen. Hier gibt es keine Gastwirtschaft, aber der Aufstieg lohnt sich. Es ist ein kleiner Pfad, der von unten durch einen Wald hinaufführt, oben steht eine Säule, die die Entfernungen zu bedeutenden Orten anzeigt.

Albtrauf vom Mädlesfelsen aus gesehen

Wohnen in Pfullingen

In Pfullingen gibt es viele schöne, ruhige Wohngebiete unterschiedlichen Ausmaßes. Zwar durchqueren auch 3 Hauptstraßen inklusive der Umgehungsstraße die Stadt von Nord nach Süd, dazwischen und daneben befinden sich aber gepflegte Straßenzüge. Am Schönsten finde ich es östlich der Umgehungsstraße, Richtung Übersberg. Die Villen ziehen sich dort noch etwas den Hang hinauf, ansonsten gibt es mehrheitlich Eigenheime die nach dem Krieg gebaut wurden. Unter dem Georgenberg, westlich der Römerstraße, befinden sich auch viele moderne Eigenheime mit tollem Ausblick. Richtung Reutlingen gibt es dann auch ein Gebiet mit vielen Wohnblocks, Reihenhäusern und mehrgeschossiger Bauweise. Derzeit in Bau ist das Wohngebiet "Mauer-Weil" an der Straße nach Sonnenbühl.

Eines der älteren Wohnviertel an der Echaz

Infrastruktur

Pfullingen hat ein Einzugsgebiet von 20 km Umkreis. Neben Grund- und Hauptschulen gibt es ein Gymnasium und Realschule mit gutem Ruf. Es gibt auch Förderunterricht. Neben einem gut besuchten Hallenbad inmitten einer Parkanlage an der Echaz hat Pfullingen auch ein Freibad mit Panorama auf die Schwäbische Alb. Öffentliche Einrichtungen wie Stadtmuseum, Trachten- und Mühlenmuseum oder die Bibliothek erfreuen sich auch im Umland großer Beliebtheit. Dank aufwändiger Stadtsanierung und dem Bau der Umgehungsstraße ist Pfullingen heute eine ruhige, grüne Stadt mit vielen Möglichkeiten zum Erholen und Genießen.

Trachten- und Mühlenmuseum

Einkaufen / Industrie

Nördlich der Stadt befindet sich das Industrieangebiet, angrenzend an Reutlingen. Hier ist alles vertreten, was man sich vorstellen kann: Von Fachmärkten für das Hand- und Heimwerken über Discounter, Großmärkte, Autohäusern bis zum Mc Donalds. Hierher kommen auch viele Einkäufer von Reutlingen, Eningen und von der Alb, gerade wegen der Vielfalt. Nun soll auch noch ein Shoppingzentrum am Südbahnhof entstehen. In der Innenstadt gibt es auch eine große Auswahl an Geschäften, Cafés, 2 Supermärkte (einer am Rande), Antiquariat, Buchladen, Reformhaus und Läden für Heimaccesoires. Man geht gerne in Pfullingen einkaufen.

Einkaufen in der Kirchstraße

Parkplätze

Das Parkplatzangebot überzeugt. Nicht nur wegen dem Parkhaus am Anfang der Fußgängerzone, beim Lindenplatz gelangt man auch zu einem kostenlosen und ziemlich zentralen Parkplatz. Eigentlich kann man überall parken, man hat in Pfullingen nie lange Wege und die Parkplätze sind überwiegend kostenlos.

Übernachtungen

In Pfullingen gibt es das Hotel Engelhardt Garni. Es verfügt über ruhige Zimmer, Internetzugang, Restaurant, Hotelbar, Hotelsafe, Konferenzräume, Wäschereiservice, Sauna, Autovermietung im Hotel, und Haustiere sind erlaubt.

Weitere Möglichkeiten zum Übernachten bestehen in der nahe gelegenen Stadt Reutlingen. Das City Fortuna Hotel in Reutlingen ist gut geeignet für Geschäftsleute. Es liegt an der Schnellstraße zwischen der Reutlinger Innenstadt und Pfullingen ist somit ein guter Ausgangspunkt für Beschäftigungen im Zentrum beider Städte. Das Konferenzzentrum des Hotels ist mit allen modernen Techniken ausgestattet und lässt keine Wünsche offen. Zur Entspannung finden Gäste eine Sauna und ein Solarium.

Pfullinger Orchideenwiese mit Blick zum Georgenberg

Für Reisende, die sowohl in Pfullingen als auch in Reutlingen und Tübingen zu tun haben, empfiehlt sich das Hotel Fortuna an der Schnellstraße B 28. Es ist komfortabel ausgestattet und bietet Frühstücksangebote für Langschläfer. Wer es etwas ruhiger haben möchte, und trotzdem die Ansprüche der Innenstadt in Anspruch nehmen will, sollte das Hotel Fürstenhof in der Kaiserpassage wählen. Es liegt in einer reinen Fußgängerzone in der Oststadt, die Altstadt befindet sich trotzdem unmittelbar vor der Haustüre. Die Passage besteht aus neueren, architektonisch anspruchsvollen Gebäuden, in deren Erdgeschoss sich meist Geschäfte und Lokale befinden. Desweiteren gibt es einen Springbrunnen, der für Atmosphäre sorgt.

Einen sehr schönen Urlaub in einmaliger Naturlandschaft kann man auch im nächst gelegenen Sonnenbühl verbringen. Das Feriendorf Sonnenmatte bietet Angebote auch für sozial schwache Familien mit Unterstützung der Organisation "Schwaben International". Sonnenbühl ist der Nachbarort von Pfullingen und mit dem ÖPNV direkt zu erreichen. An Freizeitmöglichkeiten ist hier eine Menge geboten.

Der Pfullinger Bahnhof
Anbindung

Einen Bahnanschluss gibt es seit den 70er Jahren nicht mehr, obwohl immer eine Wiederbelebung in Gespräch war. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich heute eine Gaststätte. Durch die Anbindung an den Stadtbusverkehr (Linie 2 Richtung Innenstadt / Ahlsberg, Linie 11 Richtung Weststadt, Römerstraße) und die Überlandlinien auf die / von der Alb gibt es aber recht gute Taktzeiten innerstädtisch, nach Reutlingen und anderswo.

Pfullingen - eine Stadt mit Wohnwert, Qualität und lohnenden Sehenswürdigkeiten.

Altes Lager Truppenübungsplatz Münsingen

Eine Stadt, die vom Militär lebte

Um 1900 wurde auf der Schwäbischen Alb bei Münsingen der Truppenübungsplatz erschlossen. Dafür entstanden am Rande von Auingen die ersten Baracken. Nach und nach kamen Wohnungen, Wirtschaftsgebäude, Mannschaftsunterkünfte sowie zwei Beobachtungstürme hinzu. Das Alte Lager wurde zum Hauptstützpunkt ausgebaut. 1939 musste das Dorf Gruorn zugunsten einer Vergrößerung des Militärgeländes aufgegeben werden. In den beiden Weltkriegen wurden Kriegsgefangene aus den besetzten Gebieten in West- und Osteuropa auf dem Truppenübungsplatz untergebracht.

Hauptstraße im Alten Lager

Die Amerikaner befreiten die Menschen und übergaben die Kontrolle an die französische Armee, die hier bis 1992 stationiert blieb. Zwölf Jahre nach Kriegsende zog dann auch die Bundeswehr in Münsingen ein. Über viele Jahre lebte die Stadt vom Militär. Auch außerhalb des Truppenübungsplatzes entstanden nun mehrstöckige Kasernen, die Soldaten hatten eine gute Kaufkraft und es gehörte zum alltäglichen Bild, mal einen Panzer oder ein Bundeswehrfahrzeug auf der Straße zu sehen.

Heute wird der Truppenübungsplatz nicht mehr militärisch genutzt. Hier entsteht derzeit ein Landschaftsgebiet, das aufgrund seiner Größe einzigartig ist. Auf dem gesamten Gelände dürfen nur die ausgeschilderten Wege benutzt werden. Ein Verlassen wird oft mit hohen Bußgeldern geahndet. Abseits der Wege kann noch Munition herumliegen.

Ehemaliges Postgebäude, heute ein Museum

Sehenswürdigkeiten

Wer sich für Architektur und hier besonders die aus der Gründerzeit interessiert, für den ist der Besuch des Alten Lagers schon ein absolutes Erlebnis. Am Eingang empfängt einen ein schönes Wärterhaus aus Backstein. Folgt man der Hauptstraße, sieht man links und rechts hübsch renovierte Häuser, gelb angemalt, mit Fachwerk, so wie man sie um die Jahrhundertwende gebaut hat. Fast glaubt man, sich in die Kolonialzeit zurückversetzt zu fühlen, denn solche Motive hat man sonst auf den Postkarten aus Namibia. Das Verwaltungsgebäude in der Mitte des riesigen Lagers ist prunkvoll und ein schöner Bestandteil der gesamten Anlage. Wer Glück hat, kann auch einzelne Treppenhäuser und Innenräume besichtigen.

Stabsgebäude

Weiter hinten sind die Häuser eher barackenartig. Gruppen von Architekturstudenten waren bereits am Werk, um ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Das Alte Lager ist im Wandel begriffen und wird zunehmends attraktiv für Gewerbebetriebe und Dienstleister gemacht. Darüber hinaus soll der architektonische Charakter aber nicht verloren gehen.
Man kann eine Vielzahl von Straßen begehen, überall stößt man auf Neues und Sehenswertes. Ein Denkmal hinter dem Verwaltungsgebäude erinnert an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, die hier stationiert waren. Auch eine kleine Kirche ist vorhanden. Es gibt sogar schon ein Truppenübungsplatzmuseum, aber es ist nur nach Vereinbarung und zu bestimmten Terminen geöffnet. Nähere Informationen erteilt gerne die Stadtverwaltung Münsingen

Nördlicher Bereich des Lagers

Führungen

Das Alte Lager ist normalerweise nicht frei zugänglich. Nach Absprache und an bestimmten Terminen werden allerdings Führungen gemacht. Die Kontaktdaten sind auf der Seite der Stadt Münsingen abrufbar:
http://www.muensingen.de/servlet/PB/menu/1217332_l1/index.html
Der Truppenübungsplatz, auf dem sich das Alte Lager befindet, ist teilweise für Wanderer freigegeben. Als integrierter Bestandteil dieses völlig neuartigen Landschaftsparks empfiehlt sich der Besuch besonders für Hobbyhistoriker, Heimatkundler und Architekturfreunde. Auch wenn man sich davor erst anmelden muss, eine Führung lohnt sich auf jeden Fall. Danach noch eine schöne Wanderung über den Truppenübungsplatz und Einkehr in einer der guten Münsinger Gaststätten, dieser Ausflug sucht seinesgleichen.

Denkmal für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs

Anfahrt

Von Münsingen / Reutlingen / Bad Urach auf der B 465 Richtung Ehingen und vor dem Münsinger Ortsausgang Richtung Auingen abbiegen, Auingen durchfahren und unter der Brücke durch, dann vor dem Auinger Ortsausgang links abbiegen zum Alten Lager. In der Straße sind genug Parkplätze vorhanden. Von der Autobahn A 8 Karlsruhe / Stuttgart / München Abfahrt Merklingen, dann über Laichingen Richtung Münsingen.

Mit dem Zug bis Münsingen, dann mit dem Bus weiter bis Auingen.

Lage: 72525 Münsingen-Auingen, Langenwag, Hauptstraße / Gutsbezirk Münsingen.

Der Jusi

(673 m) wird auch „Jusiberg“ genannt und ist ein Ausläufer der Schwäbischen Alb. Seine Spitze liegt rund 200 Meter höher als der benachbarte Ort Kohlberg. Nur 25 Kilometer von Stuttgart entfernt, ist er auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Großstädter. Schon vom Stuttgarter Flughafen ist er deutlich sichtbar.

Gesamtansicht vom Jusi

Erholung pur

Die Hänge des Jusi sind unbewaldet, und dies ist der entscheidende Vorteil. Da der Albtrauf sonst überwiegend mit Wald bewachsen ist, hat man an den meisten Rändern der Schwäbischen Alb erst wieder einen freien Blick, wenn man auf der Hochfläche angekommen ist. Hier ist dies nicht der Fall. Den gesamten Aufstieg hindurch eröffnen sich dem Wanderer großartige Panoramen.

Kurz vor der Ortseinfahrt aus Richtung Metzingen gibt es einen Wanderparkplatz. Von dort führt ein schmaler Pfad hinauf. Hier und da wachsen Büsche und Bäume, aber meist stößt zwischen den Wiesen der blanke Fels hervor und gibt einen Eindruck vom Juragebirge. Auf der halben Höhe steht eine Bank, wo man eine erste Ruhepause einlegen kann. Nach der Rast geht es dann auf den Gipfel. Oben befindet sich eine Grillstelle, wo auch der Wald beginnt.

Gute Aussicht bis hin zum Neckartal

Aussichten in die Umgebung

Besonders schöne Panoramen ergeben sich auf den Großraum Stuttgart, die Stadt, den Schönbuch und in der anderen Richtung Reutlingen und Tübingen mit der Schwäbischen Alb. Gegenüber erstreckt sich Neuffen mit der Burg Hohenneuffen. Bei guter Sicht sind Freiblicke bis in den Schwäbischen Wald und Schwarzwald möglich.

Wanderwege

Die Wege vom Jusi führen nach Kappishäusern und nach Kohlberg. Außerdem zum Wanderparkplatz am Rand von Kohlberg. Vom Gipfel des Jusi gelangt der Wanderer über den so genannten „Sattelbogen“ nach Dettingen an der Erms. Über das „Hörnle“ kann man oberhalb Neuffen und weiter vorbei an Bad Urach auf die Albhochfläche laufen. Diese Strecke nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch und man sollte eine Rückfahrmöglichkeit haben. Der gesamte Weg führt über einen Bergkamm, der meist bewaldet ist.

Der Jusi aus Richtung Metzingen

Tipps für die Tour

Die Gegend gehört zum Einzugsgebiet von Stuttgart und wird von dessen Anwohnern natürlich bevorzugt besucht. Aber auch von Reutlingen und Tübingen ist alles gut erreichbar, Metzingen liegt gleich vor der Haustüre, und hier ist alles schön ruhig und abwechslungsreich. Den Aufstieg über die 200 Höhenmeter auf den Gipfel spürt man kaum, da es andauernd Gelegenheit gibt, eine Rast zu machen. Und man sollte den Fotoapparat nicht vergessen, denn die großartigen Aussichten von oben sind unbezahlbar.

Der Jusi ist dank seiner guten Lage hervorragend für jede Art von Ausflügen geeignet. Und wenn man schon hier ist, besteht noch die Möglichkeit, einzukehren oder sich den netten alten Stadtkern von Neuffen anzuschauen. Oder noch die historische Burg Hohenneuffen zu besichtigen. Wanderwege führen in die gesamte Umgebung und sind vom Schwäbischen Albverein ausgeschildert.

Bewaldete Rückseite des Jusi bei Kappishäusern

Anfahrt: Von Stuttgart / A 8 bis Nürtingen, von dort über Frickenhausen und Tischardt oder Neuffen bis Kohlberg. Von Reutlingen / Tübingen / Schwäbische Alb bis Metzingen, dann direkt über die Landstraße am Metzinger Weinberg vorbei nach Kohlberg. Kurz vor der Ortseinfahrt Kohlberg ist ein ausreichend großer Parkplatz gelegen. Natürlich kann man den Jusi auch vom Nachbarort Kappishäusern aus erwandern.

Lage: 72664 Kohlberg, K 1210, Metzinger Straße.

Die Achalm bei Reutlingen

Die Achalm ist der Hausberg der 110.000 Einwohner zählenden Stadt Reutlingen in Baden-Württemberg, 40 Kilometer südlich von Stuttgart. Die Höhe beträgt 707 Meter über dem Meer. Gleichzeitig hat auch die benachbarte Gemeinde Eningen Anteil an diesem Berg, weshalb diese den Beinamen „unter Achalm“ trägt.

Die Achalm mit Eningen und Reutlingen vom Mädlesfels gesehen

Auf ihrem Gipfel waren seit dem 11. Jahrhundert die Grafen von Achalm ansässig, die den Ansiedlungen im Tal Schutz gaben. Die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit, danach kamen die Kelten. Sie hatten unterhalb des Gipfels am Rappenplatz eine Höhensiedlung und unweit des Scheibengipfels eine Begräbnisstätte. Die Universität Tübingen hat diese Orte bereits ausführlich untersucht. Auf halber Höhe befindet sich heute das Achalm-Restaurant mit Aussichtsterrasse, ein beliebtes Ausflugsziel.

Fußweg zum Gipfel

Wanderungen

Vom Achalm-Parkplatz am Scheibengipfel geht man ein kleines Stück über die Wiese bergauf, dann gibt es einen Rundweg unterhalb des Gipfels. Schöne Ausblicke eröffnen sich einem auf die Schwäbische Alb, Eningen bis hin zum Hohenneuffen. Man kann auch die Baumallee entlanglaufen und am Achalm-Restaurant einen Weg bergab nehmen. Hier gelangt man zum Schönen Weg, der oberen Besiedlungsgrenze Reutlingens. Er ist nur an einer Seite bebaut, man spaziert durchgehend durch viel Grün. Oder am Achalm-Restaurant einfach weiter und dann Richtung Eningen. Knapp unterhalb des weitergehenden Weges liegt das ehemalige Häuschen des Künstlers, Bildhauers und Holzschnitzers HAP Grieshaber. Überall finden sich kleine Pfade, die von den Spazierwegen abzweigen und zum Erkunden einladen.

Reste der alten Burg

Die Burgruine

Vom Achalm-Höhenrestaurant führt ein Fußweg steil bergauf. Es gibt die Gelegenheit, sich zwischendurch auf eine Bank zu setzen. Für Leute, die eine schlechte Kondition haben, ist der Weg weniger geeignet, da man schnell außer Puste gelangt. Durch einen kleinen Wald entdeckt man die ersten Mauern der alten Burg. Es ist nicht mehr viel erhalten, aber man kann sich vorstellen, wie prächtig diese Burg einst war. Im Wald stehen noch einige der Befestigungen.
Auf dem Gipfel befindet sich der im 19. Jahrhundert wieder aufgebaute Turm. Es ist ein durchgehend begehbarer Aussichtsturm mit Eisentreppen. Man sieht das gesamte Albvorland, den Großraum Stuttgart, den Albtrauf und an schönen Tagen auch einige Berge im Schwarzwald. Eine große Deutschlandflagge ziert den Turm. Man kann hier auch grillen.

Der Aussichtsturm

Nach dem Abstieg und der Wanderung zurück empfiehlt sich die Einkehr im Restaurant. Die Speiseauswahl ist groß und überzeugt, für den Nachmittag hat man die Wahl zwischen Kaffee und Kuchen oder einem Eisbecher. Die Achalm zieht viele Tagesausflügler aus dem Großraum Stuttgart an. An Sonn- und Feiertagen kann es leicht einmal ziemlich voll sein. Wer kann, sollte wochentags kommen, da ist es manchmal menschenleer.

Schafherde unweit des Scheibengipfels

Anfahrt

Von Stuttgart / A8 über die B 27, dann die B 312 Richtung Metzingen, ab Metzingen Richtung Reutlingen und knapp hinter dem Stadteingang rechts raus zur Achalm.
Vom Schwarzwald / Tübingen über die B 28 an der Reutlinger Kernstadt vorbei (Schnellstraße), dann knapp hinter der Kreuzung In Laisen und vor der Stadtausfahrt rechts ab Richtung Achalm.

Die weitere Fahrt geht über die Burgholzsiedlung (ausgeschildert) und eine Serpentinenstrecke auf den Scheibengipfel. Hier gibt es auch einen Besucherparkplatz mit einem großartigen Panorama auf Reutlingen. Entlang einer Baumallee kommt man zum Achalm-Höhenrestaurant. Der Parkplatz davor ist ausschließlich für Gäste gedacht.

Blick zur Achalm von Eningen

Mit dem Stadtbus nimmt man die Linie 8 Richtung Burgholz bis zur Endhaltestelle. Der Bus fährt auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Reutlinger Hauptbahnhof oder am ZOB ab. Die Fahrtdauer beträgt rund acht Minuten. Dann läuft man einfach das Königsträßle geradeaus hoch, die Achalm ist nicht zu verfehlen.

Roßberg Gönningen

Ideales Ausflugsziel für Naturbegeisterte

Der Roßberg ist die höchste Erhebung der Stadt Reutlingen. Er ist etwa zehn Kilometer südlich der Innenstadt gelegen und 869 Meter hoch. Er ist das markante Wahrzeichen der Reutlinger Teilgemeinde Gönningen. Dank seiner Berühmtheit ist er ein vielbesuchtes Ausflugsziel, im Restaurant auf dem Gipfel kann man auch gut essen. Ausgedehnte Wanderwege zeichnen seine Umgebung aus.

Der Roßberg mit Gönningen vom Käpfle aus gesehen

Wandertouren zum Roßberg

Die Kuppe erhebt sich auf einem Hochplateau, dem Roßfeld. Dieses ist nur in einer Richtung mit der Schwäbischen Alb verbunden. In der anderen Richtung schneidet ein Tal ein. Unterhalb der Kuppe gibt es einen großen Wanderparkplatz. Von hier aus kann man unterhalb des Gipfels entlangwandern. Ein grasbewachsener Weg führt in eine schöne Landschaft, in der man herrliche Aussichten auf die umgebenden Berge der Schwäbischen Alb genießen kann. Nach einiger Zeit kommt man in einen kleinen Wald. Es dauert nicht lange, dann führt ein schmaler Pfad rechts hoch. Man durchquert den Wald, darüber ragen einige Felsen empor und man kann schon das Wanderheim auf dem Gipfel sehen. Hier gibt es auch einen Parkplatz, aber nur für Gäste. Sonn- und feiertags ist das Hinauffahren nicht erlaubt, aber viele machen es.

Roßfeld mit Kuppe und Turmspitze

Aufstieg zum Turm und Mittagessen im Restaurant

Nachdem man das Wanderheim betreten hat, wirft man 50 Cent in einen Korb und kann den Aussichtsturm besteigen. Der Blick von oben ist fantastisch, an klaren Tagen kann man bis weit in den Schwarzwald schauen. Der umgebende Albtrauf ist auch sehr interessant und sieht im Winter, wenn es geschneit hat, besonders schön aus. Im Turm kann man auch übernachten, es gibt Mehrbettzimmer und sanitäre Anlagen. Und wenn gerade Mittagszeit ist, kehrt man am besten im Restaurant unten im Erdgeschoss ein. Das Essen ist sehr gut, und die Preise sind anständig. Man kann auf dem Teller verbliebenes Essen auch mitnehmen, es wird eingepackt.
Erholt und gestärkt geht es wieder auf den Rückweg. Die Fahrstraße zum Wanderheim ist gut ausgebaut, aber meistens kommen nicht viele Autos.

Der Roßbergturm

Wandern auf dem Roßfeld

Auch gut geeignet für kleine Wanderungen ist die Umgebung der Roßbergkuppe, die im Allgemeinen als Roßfeld bekannt ist. Dazu nimmt man den gleichen Weg unterhalb des Gipfels, wählt dann aber nicht den Pfad auf den Gipfel, sondern biegt nach links ab. Hier hat man noch die ganze Ursprünglichkeit der Natur, wie sie auf der Schwäbischen Alb vorkommt. Ein schönes Hinterland mit Wacholderheide, sattem Grün und seltenen Pflanzen. Eine ideale Aussicht hat man von hier auch auf die Kuppe mit dem markanten Turm.

Wer den Roßberg zum wiederholten Male besucht hat, wird ihn als Naherholungsziel gerne in die engere Wahl ziehen. Die landschaftliche Schönheit und die gute Erreichbarkeit mit dem Auto sind entscheidende Vorteile. Für einen Nachmittags- oder Sonntagsausflug ohne Einwand zu empfehlen, und das für jede Art von Besuchern, egal ob allein, als Paar, mit der Familie oder in größerer Gesellschaft.

Blick auf Gönningen mit Reutlingen im Hintergrund

Anfahrt

Mit dem Auto von Reutlingen Richtung Stadion Kreuzeiche / Hohbuch, dann die Landstraße nach Gönningen. In Gönningen bis zum Ortskern durchfahren, dann beim Rathaus rechts abbiegen und die schmale Serpentinenstraße hochfahren. Hier kommt man auf das Hochplateau und den Wanderparkplatz.
Mit dem Stadtbus die Linie 5 / 7624 ab Reutlingen ZOB oder Mössingen bis Gönningen Rathaus, dann immer der Straße zum Ortsrand folgen, der Roßberg ist nicht zu übersehen.

Lage: 72770 Reutlingen-Gönningen, Roßbergstraße.

Geschichtlicher Lehrpfad Hofgut Einsiedel

Kirchentellinsfurt ist ein stattliches Dorf im Landkreis Tübingen, genau in der Mitte zwischen der alten Universitätsstadt und der Einkaufsstadt Reutlingen. Es entstand aus dem höher gelegenen Kirchen und der Ansiedlung Tälisfurt im Neckartal. Entlang des Neckars führt die B 27 als vierspurige Schnellstraße an Kirchentellinsfurt vorbei, von Stuttgart nach Tübingen und weiter an den Bodensee. Die Gemeinde grenzt unmittelbar an das große Waldgebiet „Schönbuch“. Hier befindet sich der „Geschichtliche Lehrpfad Hofgut Einsiedel“.

Löwenskulptur am Baggersee

Erfahrungen

Bereits kurz nach der Abzweigung der Straße zum Baggersee wartet ein römisches Denkmal. Dies beinhaltet eine Freilichtausstellung mit verschiedenen römischen Repliken, von Büsten über Plastiken bis zur Löwenskulptur. Sie sind auf Sockeln montiert und dort jeweils ausführlich beschrieben. Anhand von Erklärungen und Abbildungen auf Schautafeln kann man etwa herausfinden, wie die Römer in Süddeutschland früher ihre Verstorbenen bestatteten.

Das Hofgut Einsiedel liegt weit außerhalb von Kirchentellinsfurt. Vorbei an dem ehemaligen Schloss, das heute als Ferienheim für Jugendliche dient, hält man sich immer parallel zu der Fahrstraße und wählt die Waldenbucher Allee, wo man nach etwa 15 Minuten an einem Grillplatz am Waldrand ankommt. Hier geht es nach rechts in den Wald hinein, der Weg ist uneben und wirkt ein wenig verloren. Doch nach kurzer Zeit hat man die erste Sehenswürdigkeit vor Augen: Eine keltische Viereckschanze. Man kann auf einer Tafel Details über die keltische Besiedlung der Gegend nachlesen und die Formen noch klar im Boden ausmachen. Auf der Tafel sind auch Abbildungen von Scherbenfunden zu sehen. Die Fläche muss einst nicht im Wald gelegen haben.

Mittelalterlicher Schlossgraben am Hofgut Einsiedel

Dann läuft man noch ein Stück auf dem Pfad und erreicht sehr bald einen geschotterten, breiten Weg. Hier muss der Wanderer nach rechts abbiegen. Dort beginnt die interessante Strecke. Auf einem langen Stück gibt es, meist links des Weges, immer wieder Verweise auf römische Bildsteine und sogenannte Schlüsselsteine mit Jahreszahlen aus dem Mittelalter. Manche liegen fast am Weg, für andere muss man noch 10 bis 20 Meter in den Wald hineingehen. Eine kunstvolle Figur eines sitzenden Römers findet man hier, dann sind da die Schlüsselsteine, die hier im Wald rumstehen. Auf andere wird auf den Tafeln verwiesen, sie befinden sich weit ab im Neckartal.

Römisches Denkmal

Nach ein paar hundert Metern erscheint dann der Hinweis auf das Römische Denkmal ! Es stand wirklich einmal an dieser Stelle und wurde im Mittelalter abgetragen, um mit den Steinen andere Häuser zu bauen. Über den Sinn dieses Denkmales weiß man noch wenig, aber ein Rest befindet sich auf dem Sockel. Es muss einst eine Art Säule gewesen sein, die weithin zu sehen war. Vielleicht machten die Legionäre hier auf ihrem Marsch Rast und nahmen eine Erfrischung ?

Falls man noch einen Schlenker nach Rübgarten machen will, dort befindet sich ein am Waldrand ein bedeutendes Soldatengrab. Nach einer Weile auf diesem Weg und einer Lichtung, die hier schon sehr freuen kann, geht es an einer winkligen Abzweigung rechts weg, etwas talwärts und dann nochmals rechts, wieder leicht bergauf. Über eine Schlucht mit Bach gewandert, erwartet einen ein rund 400 Jahre alter Baumstamm, der mit Informationen zu den geschichtlichen Ereignissen beschrieben ist. Dann geht es wieder heraus aus dem Wald, und entlang eines Feldes zurück nach Einsiedel.

Römische Statue im Schönbuch

Hinweise

Manchmal kommt man sich schon verloren vor, denn der Schönbuch ist ein mächtiger Wald, in dem man sich ohne Wanderkarte eindeutig verlaufen kann. Über eine gute Orientierung verfügen sollte man schon, und die Karte mitnehmen ist eigentlich ein Muss ! Für Wanderfreunde lohnt sich ein Ausflug in den Schönbuch nach Einsiedel allemal. Das Gebiet ist von Stuttgart, Tübingen und Reutlingen gut zu erreichen. Aber auch für Hobbyhistoriker und Freizeitarchäologen ist es ein ganz toller Tipp ! Man sollte seinen Fotoapparat mitnehmen.

Anfahrt

Von Stuttgart / A 8 Ausfahrt Reutlingen/Tübingen/Flughafen und dann B 27 bis Ausfahrt Kirchentellinsfurt / Kusterdingen. Vom Schwarzwald / A 81 Ausfahrt Rottenburg über die B 28 bis Tübingen, B 27 weiter bis Ausfahrt Kirchentellinsfurt. Aus Richtung Oberschwaben, Alb, Reutlingen über Reutlingen-Betzingen und Wannweil bis zum Ortsausgang Kirchentellinsfurt. Kurz nach einer Brücke über die Schnellstraße kreuzt eine Straße, die Richtung Baggersee und zum Einsiedel führt. Sie führt einen steilen Hang hinauf, dann eine schöne Baumallee bis zum Hofgut Einsiedel. Hier kann man parken.

Dieser Wegstein hat einige hundert Jahre auf dem Buckel

Mit der Bahn benutzt man den Regionalzug Plochingen - Reutlingen - Tübingen bis zum Bahnhof Kirchentellinsfurt. Es halten aber nicht alle Züge an diesem Bahnhof. Regelmäßige Verbindungen gibt es auch ab Bad Urach und Herrenberg.

Lage: 72138 Kirchentellinsfurt. Über die Schönbuchsteige zur Kirchentellinsfurter Allee, dann Waldenbucher Allee. Parkplätze am Hofgut Einsiedel.

Freilichtmuseum Beuren

In Beuren befindet sich das bekannte Freilichtmuseum für ländliche Kultur des Landkreises Esslingen. Auf einem riesigen Gelände stehen alte Bauernhäuser, die woanders abgetragen und hier wieder aufgebaut wurden. Im Außenbereich gibt es einen großen Parkplatz, der an schönen Tagen auch gut belegt ist.
Gleich von hier genießt man einen Rundumblick auf den Albtrauf und die Landschaft zwischen Hohenneuffen und Teck.

Fachwerkgebäude am Eingang, in dem das Kassenhaus untergebracht ist

Das Kassenhaus ist bereits in einem prächtigen Fachwerkgebäude untergebracht. Im Innenhof hinter dem Eingang wachsen hohe Bäume. Hier befindet sich ein nettes Café. Gegenüber steht ein Bauernhaus, in dem der Besucher ländliche Preziosen und Handwerksgegenstände bestaunen kann. In diesem ist auch der Laden untergebracht, in dem es regionale Produkte zu kaufen gibt.

Nach der ersten Besichtigung fällt der Blick sofort auf das alte Rathaus von Häslach, welches am Originalstandort einst als runtergekommenstes Haus bekannt war. 1989 wurde es abgetragen und ins Freilichtmuseum nach Beuren verbracht. Hier hat es schon seit Jahren eine exklusive Position. Im Untergeschoss befinden sich die Zimmer, in denen der Bürgermeister und seine Sekretärin arbeiteten, und im Obergeschoss ist eine Lehrerwohnung, die eingerichtet ist wie es im Jahre 1963 üblich war.
Bei diesem Gebäudekomplex startet auch der Rundweg durch die Museumsanlage. Entlang von Kräutergärten oder wahlweise Wiesen mit Bienenkästen und Obstbäumen wandelt man durch eine schöne Natur, und kommt bald darauf zu einer kleinen Ansammlung von Häusern, die wirklich sehr beschaulich an einer kleinen Hüle (Dorfteich) liegen.

Das ehemalige Häslacher Rathaus

Man macht die Türe auf und wähnt sich in einer vergangenen Zeit. Dort wirkt alles wie im 19. Jahrhundert, ob das Wohnzimmer, die Schlafzimmer, der Waschraum oder die Küche. Man hat sich Mühe gegeben bei der Gestaltung, und sogar Lautsprecher installiert, die beim Betreten eines Raumes automatisch etwas über die Geschichte der einstigen Bewohner erzählen.

Betreten hoch gewachsene Menschen ein Haus, kann es passieren, dass sie nicht aufrecht stehen können. Die Leute waren früher klein und fühlten sich deshalb dort wohl. Auch die Türrahmen sind sehr niedrig, also muss man sich beim Hindurchgehen ducken. Eine schmale Stiege führt ins Obergeschoss zu den Schlafzimmern. Hier ist es dermaßen heiß, dass man sich schlecht vorstellen kann, wie die Leute hier im Sommer schliefen.

Gemütliche Wohnstube

Über den Rundweg gelangt man noch weiter zu einer alten Scheune. Dort in der Nähe leben auch verschiedene Tiere, nämlich Ziegen, Hühner und Hasen. Im Umfeld des Eingangs nimmt dann der Rundweg auch allmählich wieder ein Ende, doch es gibt noch viel zu sehen. Einige alte Häuser bieten noch viel Spannendes. Zum Beispiel ein typisches altes, lang gestrecktes Bauernhaus mit Scheune, in der der Besucher handwerkliche Gegenstände anschauen kann. Dieses Gebäude war wohl eher einer wohlhabenden Familie zugehörig, sie hatten schöne Möbel und die Decken waren nicht so niedrig wie sonst. Ein Bauerngarten befindet sich neben dem Haus.

Das Ambiente ist gemütlich, die Ausstattung und die Außenanlagen der Häuser wunderschön und alles erinnert an eine längst vergangene Zeit. Im Freilichtmuseum Beuren kann sich ein Jeder sehr wohl fühlen. Wer in der Region Stuttgart unterwegs ist, sollte auf jeden Fall vorbeischauen. Nicht nur mit der Familie, auch zu zweit und sogar allein macht die Besichtigung großen Spaß – man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, der Rundgang wird durch die Vielfalt an originalen Einrichtungsgegenständen, die Beschriftung und akustische Untermalung zu einem wahren Erlebnis.

Dorfteich mit Häusern

Anfahrt

Die Strecke ist sehr leicht und gut zu finden. Das Museum liegt an der Straße zwischen Beuren und Owen / Teck. Von der Autobahn 8 Ausfahrt Kirchheim / Teck sind es nur gut zehn Kilometer. Nach Reutlingen beträgt die Streckenlänge rund 20 Kilometer, nach Stuttgart 40 Kilometer. Rund um die Anlage gibt es eine Reihe schöner Wanderwege.

Lage: 72660 Beuren, L 1210 von / nach Owen, Engelbergweg. Am Ortsausgang befinden sich die Besucherparkplätze am Rand der Landstraße. Das Museum liegt gleich daneben.