Dettingen an der Erms

Umgeben von blühenden Obstbaumwiesen, liegt die Gemeinde Dettingen zwischen Metzingen und Bad Urach in einem Tal, das von der Erms durchflossen wird. Die landschaftliche Schönheit wird von vielen geschätzt, und so wohnen hier auch schon über 9000 Menschen. An dieser Stelle wird das Ermstal vom Albtrauf eingerahmt, der eine Reihe von Besonderheiten aufweist. Während er ringsherum überwiegend schroff und bewaldet erscheint, stehen die Hänge am Nordrand von Dettingen voll und ganz dem Gartenbau zur Verfügung. Dort finden sich die typischen „Gütle“, wie diese Grundstücke von den Schwaben stolz genannt werden. Und wie es sich gehört, haben diese Gütle auch ihre Zufahrten, die gut und gern auch von Spaziergängern genutzt werden.

Dettingen vom Calverbühl aus gesehen

Der Ortskern von Dettingen ist heute verkehrsberuhigt. Entlang der Fortsetzung der Metzinger Straße und weiter in der Uracher Straße finden sich malerische Fachwerkhäuser. Eines davon ist das Rathaus, vor dem das Denkmal mit dem Geißbock steht. Er ist das Wappentier von Dettingen, und tatsächlich wird in neuerer Zeit wieder aktiv Ziegenzucht auf einigen Grundstücken betrieben. Das Bürgerhaus am Anger, zwischen Stiftskirche und Marktplatz, stammt von 1868. Davor steht ein restaurierter, bunt bemalter Brunnen mit der Figur eines Wächters, der eine Lanze in der Hand hält. In dieser Umgebung macht Bummeln Spaß. Dettingen hat ein gutes Angebot an Geschäften und Gastronomie aller Art. Beim Spaziergang durch die Gassen mit ihren alten Häuserzeilen fühlt man sich manchmal wie in einer Kleinstadt, obwohl Dettingen doch „nur ein Dorf“ ist.

Metzinger Straße

Die evangelische Stiftskirche beherrscht das Ortsbild seit dem 15. Jahrhundert. Sie verfügt über einen spätgotischen Chor mit einem 1864 angebauten neugotischen Langhaus. Im Bereich des Eingangsportals finden sich florale Muster. Die hochromantische Orgel befindet sich auf einer hölzernen Empore steht unter Denkmalschutz. Holz ist ein wichtiger Baustein im Innenraum, auch die Seitenemporen, Kirchenbänke, Kanzel und Dach des Schiffes bestehen daraus. Im Altarraum ist noch das älteste Rippengewölbe erhalten. Außerhalb der Gottesdienste ist die Kirche täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, im Winter bis Einbruch der Dunkelheit.

Rathaus, Geißbock und Stiftskirche

In der Siedlung Buchhalde haben sich die „Blumenmönche“ niedergelassen. Die evangelische Ordensgemeinschaft wohnt in einem Kloster auf der Anhöhe und verfügt über ein modernes Gotteshaus. Ihnen gehört der Garten der Stille, der sich unterhalb ihrer Wohnstätten befindet. Es handelt sich um einen botanischen Garten mit Ruheplätzen und sehr vielen seltenen Pflanzen. Wege führen durch ein Sammelsurium an stillen Orten und grünen Ecken. Dank der Vielfalt finden sich hier auch zahlreiche Vogelarten wieder.

Garten der Stille

Auf der anderen Straßenseite liegt der Garten Eden. Bei dieser malerischen Anlage kommen zusätzlich noch bunte Blumenbeete und Wasserspiele hinzu. So gibt es hier einen Teich mit Seerosen und einen Platz mit Wasserstelle und Statue. Der Rundgang bietet immer neue Perspektiven und die Möglichkeit, sich zu entspannen und Kraft zu tanken. Geöffnet ist täglich von März bis November.

Garten Eden

Über die B 28 ist Dettingen recht schnell erreichbar. Zwischen Metzingen und Bad Urach liegt der Ort auf halber Strecke. Eine Umgehung nimmt den Durchgangsverkehr aus Dettingen heraus und sorgt so für mehr Lebensqualität. Die Ermstalbahn verkehrt in regelmäßigem Takt ab (Herrenberg - Tübingen - ) Reutlingen nach Bad Urach und bedient die Haltestellen Dettingen Lehen, Mitte, Freibad und Gsaidt. Busverbindungen gibt es nach Bad Urach, Metzingen und Reutlingen.