Sankt Johann

Urlaub auf der Schwäbischen Alb

Eine schöne Landschaft, 15 km entfernt von Reutlingen - hier liegt St. Johann mit seinen 6 Ortsteilen. Der Hauptort und das zugleich größte Dorf ist Würtingen. Von dort aus führen Straßen in alle anderen umliegenden Dörfer.

Dorfplatz in Würtingen mit Maibaum

Die Umgebung ist reich an Schönheiten der Natur, die man noch selbst entdecken kann: Wander- und Radwege erstrecken sich kilometerweit, vom Albtrauf bis zum Beginn des Lautertales bei Gächingen. Neben Wiesen, Wäldern und Getreidefeldern gibt es hier schon die Wacholderheiden, für die die Alb so berühmt ist.

St. Johann ist eine Gemeinde auf der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen mit ca. 5.300 Einwohnern. Sie setzt sich aus den 6 Ortsteilen Würtingen, Bleichstetten, Ohnastetten, Upfingen, Lonsingen, Gächingen und dem namensgebenden Gestütshof St. Johann zusammen. Der Hauptort ist Würtingen, der 1138 erstmals auf einer Urkunde des Klosters Zwiefalten erwähnt wird. Das Dorf ist bis heute ein ländlich geprägter und lebenswerter Ort, und mittlerweile mit allen Angeboten der Nahversorgung ausgestattet.

Das Würtinger Rathaus

Sehenswürdigkeiten

Der Hauptort Würtingen hat etwa 1.600 Einwohner. Das historische Rathaus stammt von 1744 und wurde im Fachwerkstil als Bauern- und Wirtshaus errichtet. Im Ortszentrum befinden sich viele der für diese Gegend typischen Bauern- und Fachwerkhäuser. Obwohl viele Landwirte in den letzten Jahrzehnten ihren Betrieb aufgaben, ist Würtingen immer noch ein sehr ländlicher Ort mit festen Agrarstrukturen. Ein neu gestalteter Brunnen plätschert auf dem Dorfplatz vor sich hin. Durch eine kleine Gasse kommt man zu der evangelischen Andreaskirche mit schönen Decken- und Wandmalereien. Der Friedhof von Würtingen befindet sich rund um diese Kirche.

Andreaskirche mit Pfarrhaus

Etwas außerhalb liegt auf Würtinger Gebiet die Hohe Warte, ein bekannter Aussichtsturm auf 820 m Höhe ü.NN. Hier steht auch das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, das später noch mit denen des Zweiten Weltkrieges erweitert wurde. Dort trifft sich alljährlich am zweiten Sonntag im Oktober der Schwäbische Albverein, um an die Gefallenen zu erinnern. In den Ortsteilen Ohnastetten, Bleichstetten, Upfingen und Gächingen gibt es noch schöne alte Dorfkirchen.

Eine davon ist die St. Georgs-Kirche mit der berühmten Gächinger Kantorei. Die Kirche stammt von 1619, Teile von ihr sind noch romanischen Ursprungs. Die Kantorei wurde 1954 gegründet und absolvierte Auftritte in vielen Ländern der Erde. Bekannt ist der Chor durch seine Bachmessen.

Die Gächinger St. Georgs-Kirche

Weiterhin typisch für diese Gegend sind die Backhäuser, die oft noch in Betrieb sind und auch gut genutzt werden. An der L 380 Richtung Eningen / Reutlingen gibt es einen Trimm-Dich-Pfad. Weiter fährt man auf dieser Straße über die Eninger Weide, ein Naherholungsziel mit vielen kleinen Attraktionen. Neben kilometerlangen Wanderwegen gibt es hier ein Wildgehege mit Tieren, Rundwanderweg mit Panoramen ins Tal, Spielplatz und Grillstellen, Stausee mit Schautafeln, und ein Wanderheim mit Einkehrmöglichkeit.

Im Winter ist Ski- und Rodelspaß angesagt. An den Skiliften in Upfingen und den gespurten Loipen rund um den Gestütshof ist das Vergnügen garantiert. Bei der Gemeindeverwaltung sind 25 Wandervorschläge mit Kilometer- und Höhenangaben erhältlich. Weitere Wandervorschläge gibt es im Landhotel Hirsch. Eine besonders schöne Rundwandertour führt von Würtingen zum Übersberg mit fantastischem Panorama auf das Tal und den Albtrauf und zurück über das Albgut Lindenhof nach Würtingen.

Winterlandschaft mit Blick nach Würtingen

Wanderwege in der Umgebung

Würtingen ist ein idealer Ausgangsort für Wanderungen auf der Schwäbischen Alb. Die ausgedehnten Wege führen über weitgehend unbewohnte Hochflächen, die durch sanfte Hügel, Wiesen, Wälder und Kulturlandschaften geprägt sind. Gleich hinter dem Ort Richtung Eningen schließt sich ein einsam stehender Baum an, von dem aus der Wanderer ein schönes Panorama auf Würtingen genießen kann. Gleichsam geht es weiter Richtung Oberer Lindenhof, ein Versuchsgut der Uni Stuttgart-Hohenheim unmittelbar am Albtrauf gelegen, oder zum Gestütshof St. Johann, welches zum Haupt- und Landgestüt Marbach gehört. Dort sind Einkehrmöglichkeiten vorhanden, und es kann weitergehen zur Hohen Warte und ins Längental, einem Hochtal. Man erkundet die Höllenlöcher, eine Anzahl von Höhlen, und trifft hinter einem Wald auf den Segelflugplatz Roßfeld. Er befindet sich schon über dem zur Stadt Metzingen gehörenden Dörfchen Glems.

Fohlenhof beim Gestütshof St. Johann

In anderer Richtung kann man über Bleichstetten den Rutschenfelsen erwandern, Einkehrmöglichkeit besteht im Wanderheim "Rohrauer Hütte". Dahinter befindet sich der berühmte Uracher Wasserfall, der in Stufen 37 Meter tief auf Kalktuffstein ins Tal stürzt. Oberhalb des Wasserfalles gibt es ein Kiosk, das von April bis Mitte Oktober Erfrischungen anbietet. Folgt man dem Verlauf des Albtraufes, gelangt man zur Ruine Hohenurach, die stolz über der Stadt thront. Sie ist eine der besterhaltensten Burgruinen der Region und ganzjährig zugänglich. Man kann noch viele Gänge und Zimmer erkunden und einen Blick von den Aussichtsplattformen oder durch die alten Burgfenster werfen.

Wandern im Sommer bei Upfingen

Richtung Lonsingen und Gächingen geht es dann an den Ursprung des Flüsschens Lauter, und von dem Nachbarort Ohnastetten aus kann man einen Aufstieg auf die umgebenden Hügel unternehmen, wo sich der weite Blick auf die Vordere Alb eröffnet. Auch rund um Upfingen hat der Gast sehr schöne Möglichkeiten zu Wanderungen, Rad- oder Inlinertouren. Zum Beispiel über den Hohenurach und den Eppenzillfelsen durch das Römischtal nach Upfingen. Von dort aus rund um den Kirchberg nach Lonsingen oder durch das Auental nach Gächingen. Zahlreiche Routen sind markiert, man nehme am besten die Freizeitkarte 524 Bad Urach Münsinger Alb des Schwäbischen Albvereins hinzu. Sobald man den Albtrauf hinter sich gelassen hat, sind fast alle Wege relativ eben und für den allgemeinen Kraftverkehr gesperrt.

Anbindung

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahnhof Reutlingen ca. 15 km von Würtingen entfernt. Regionalbuslinie 7644 zu fast allen St. Johanner Teilorten. St. Johann ist von jeder Richtung durch gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Es besteht ein dichtmaschiges Rad- und Wanderwegenetz in die nähere und weite Umgebung.

Blick vom Heuberg auf Gächingen

St. Johann

ist in der Region Reutlingen ein beliebtes Naherholungsziel und auch für Touristen interessant. Im Sommer wie im Winter findet der Besucher die passenden Angebote, um die Freizeit auf angenehmste Art zu gestalten. Dank vielfältigen Möglichkeiten, schöner Landschaft und Wanderwegen, und guter Infrastruktur macht es Spaß, hierher zu kommen.