Als Ausgangspunkt einer Stadtbesichtigung ist er allemal zu empfehlen. Hier gibt es nicht nur die besten Verbindungen ins In- und Ausland, sondern auch gute S-Bahn-Anschlüsse in viele Städte und Orte des Großraums sowie zum Flughafen.
Das Gebäude ist weltberühmt und steht unter Denkmalschutz. Der Grundstein des heutigen Hauptbahnhofs wurde schon vor rund 100 Jahren gelegt, und 1922 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Die Architekten waren Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer. Das Bauwerk wurde so konzipiert, dass es sich harmonisch ins Stadtbild einfügt und eine Fortsetzung der Königstraße zum Neckartal bildet. In den Siebzigerjahren gestaltete man den öffentlichen Nahverkehr grundlegend um. Die Straßenbahn wurde aus der Königstraße herausgenommen, seitdem befindet sich auch die S-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof.
In der Haupthalle gibt es eine große Anzahl an Geschäften, Cafés und Imbissen. Der Turm ist 56 Meter hoch und kann ebenfalls besichtigt werden. Der Eintritt ist frei, man kann die 9 Stockwerke mit dem Lift fahren oder die Treppe benutzen. Es bietet sich ein unvergleichliches Panorama, das von der Königstraße über Landtag, Planetarium, die Villenviertel, Fernsehturm und noch mehr reicht. All dies macht den Hauptbahnhof zu einer einzigartigen Attraktion. In seinem Umfeld befindet sich der Schlossgarten mit alten und hohen Bäumen, in dem das Planetarium und der Landespavillon einen Besuch lohnen.
Doch der Stuttgarter Hauptbahnhof ist in seiner Existenz bedroht. Durch das Projekt Stuttgart 21 soll er grundlegend verändert werden. Dazu gehören zum einen der Abriss seiner Seitenflügel, zum anderen die Verlegung des Fernverkehrs unter die Erde und die anschließende Bebauung der freiwerdenden Bahnhofsanlagen. Auch der benachbarte Schlossgarten würde durch die Abholzung zahlreicher alter Bäume zerstört werden. Der Landespavillon als Veranstaltungsort wäre ebenso betroffen, wie einige Statuen, die bisher wesentlich zu einem abwechslungsreichen Gesamtbild beitragen.
Eine Fläche, die sich ungefähr an der hinteren Längsseite des Hauptbahnhofs erstreckt, würde danach überdeckelt werden, und nichts erinnert mehr an das frühere Aussehen dieses Wahrzeichens. Das Bahnhofsgebäude, aber auch die das Stadtbild prägenden Bahnhofsanlagen, wären nicht mehr wiederzuerkennen. Im Moment finden andauernde Demonstrationen statt, und eine Reihe von Politikern, Prominenten wie auch Initiativen setzen sich für den Erhalt und gegen das kostspielige Bauprojekt ein.
http://www.hauptbahnhof-stuttgart.eu
Eingang von der Schillerstraße zu den Anlagen, Richtung Eberhardsgruppe, im Hintergrund der Bahnhofsturm. Frühjahr 1958




















