Hauptbahnhof Stuttgart

Die große schwäbische Metropole Stuttgart - sie zieht Menschen aus aller Welt an. Viele davon nutzen die Bahn, um von ihren Heimatorten oder dem Flughafen in die Stadt zu kommen. Was macht Stuttgart daher unverkennbarer als sein Hauptbahnhof ?

Der Hauptbahnhof um 1930

Als Ausgangspunkt einer Stadtbesichtigung ist er allemal zu empfehlen. Hier gibt es nicht nur die besten Verbindungen ins In- und Ausland, sondern auch gute S-Bahn-Anschlüsse in viele Städte und Orte des Großraums sowie zum Flughafen.

Das Gebäude ist weltberühmt und steht unter Denkmalschutz. Der Grundstein des heutigen Hauptbahnhofs wurde schon vor rund 100 Jahren gelegt, und 1922 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Die Architekten waren Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer. Das Bauwerk wurde so konzipiert, dass es sich harmonisch ins Stadtbild einfügt und eine Fortsetzung der Königstraße zum Neckartal bildet. In den Siebzigerjahren gestaltete man den öffentlichen Nahverkehr grundlegend um. Die Straßenbahn wurde aus der Königstraße herausgenommen, seitdem befindet sich auch die S-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof.

Blick zum Bahnhofsturm
In der Haupthalle gibt es eine große Anzahl an Geschäften, Cafés und Imbissen. Der Turm ist 56 Meter hoch und kann ebenfalls besichtigt werden. Der Eintritt ist frei, man kann die 9 Stockwerke mit dem Lift fahren oder die Treppe benutzen. Es bietet sich ein unvergleichliches Panorama, das von der Königstraße über Landtag, Planetarium, die Villenviertel, Fernsehturm und noch mehr reicht. All dies macht den Hauptbahnhof zu einer einzigartigen Attraktion. In seinem Umfeld befindet sich der Schlossgarten mit alten und hohen Bäumen, in dem das Planetarium und der Landespavillon einen Besuch lohnen.

Im Schlossgarten
Doch der Stuttgarter Hauptbahnhof ist in seiner Existenz bedroht. Durch das Projekt Stuttgart 21 soll er grundlegend verändert werden. Dazu gehören zum einen der Abriss seiner Seitenflügel, zum anderen die Verlegung des Fernverkehrs unter die Erde und die anschließende Bebauung der freiwerdenden Bahnhofsanlagen. Auch der benachbarte Schlossgarten würde durch die Abholzung zahlreicher alter Bäume zerstört werden. Der Landespavillon als Veranstaltungsort wäre ebenso betroffen, wie einige Statuen, die bisher wesentlich zu einem abwechslungsreichen Gesamtbild beitragen.

Vom Abriss bedroht: Der Landespavillon

Eine Fläche, die sich ungefähr an der hinteren Längsseite des Hauptbahnhofs erstreckt, würde danach überdeckelt werden, und nichts erinnert mehr an das frühere Aussehen dieses Wahrzeichens. Das Bahnhofsgebäude, aber auch die das Stadtbild prägenden Bahnhofsanlagen, wären nicht mehr wiederzuerkennen. Im Moment finden andauernde Demonstrationen statt, und eine Reihe von Politikern, Prominenten wie auch Initiativen setzen sich für den Erhalt und gegen das kostspielige Bauprojekt ein.

http://www.hauptbahnhof-stuttgart.eu


Schon seit jeher pulsiert am Hauptbahnhof das Leben der Stadt

Der Seitenflügel, hier rechts im Bild, soll abgerissen werden

Blick auf die Anlagen

Der Seitenflügel im Detail

Ebenso bedroht ist der Seitenflügel bei der Heilbronner Straße

Das Gebäude würde grundlegend umgestaltet werden

Seitenflügel an der Neckarstraße in voller Länge

Die alten Bäume sind für die Abholzung vorgesehen

Blick auf den verkehrsreichen Arnulf-Klett-Platz

Vom Schlossgarten aus gesehen

Der Bahnhof ist ein Gesamtkunstwerk

Vor dem Seiteneingang

Historisches Detail am Gebäude

Aus Richtung Innenstadt betrachtet

Bahnhof von der Ostseite

Diese Löwenstatue müsste ihren Standort wechseln

Der Schlossgarten würde sich völlig verändern

Eingang von der Schillerstraße zu den Anlagen, Richtung Eberhardsgruppe, im Hintergrund der Bahnhofsturm. Frühjahr 1958

Blick von den alten Anlagen zum Bahnhofsturm. Spätherbst 1958