Reutlinger Alb

Der Landkreis Reutlingen liegt im Herzen der Mittleren Alb. Man sagt, dass hier die Alb am schönsten ist.

Reutlingen als Sitz des Landkreises ist Einkaufsstadt und Kulturzentrum zugleich. Bedeutende Museen sind die Stadtgalerie, Kunstausstellung im Spendhaus und das Heimatmuseum mit Schätzen aus 1000 Jahren Stadtgeschichte. Der Hausberg von Reutlingen ist die markante Achalm (707 m) mit Resten einer Burgruine. Vor den Toren Reutlingens liegt Pfullingen unter dem Georgenberg. Die 18.000 Einwohner zählende Stadt bietet einen ausgeschilderten Rundgang durch ihr grünes Zentrum.

Tübinger Tor in Reutlingen

Über die B 28 geht es direkt nach Metzingen, das als "Mekka der Schnäppchenjäger" tituliert wird. Zahlreiche namhafte Markenhersteller und Designer bieten hier Fabrikverkäufe an, und es kommen immer mehr hinzu. Aber auch der Stadtkern hat etwas zu bieten: Da Metzingen von Weinbergen umgeben ist, spielte dieser hier immer eine große Rolle. Dementsprechend findet man hier den Sieben-Keltern-Platz. Durch die Fußgängerzone zieht sich ein plätschernder Stadtbach. Das Alte Rathaus und die evangelische Martinskirche stammen aus dem 17. Jahrhundert, das älteste Haus wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut.

Bad Urach ist ein Thermalbad und Luftkurort der Schwäbischen Alb. Bad Urach besitzt einen mittelalterlichen Stadtkern mit Fachwerkhäusern des 15. und 16. Jahrhunderts, das als Museum genutzte Residenzschloss der württembergischen Grafen und die im spätgotischen Stil erbaute Stiftskirche St.Amandus. Bekannt sind auch die 37 m hohen Uracher Wasserfälle, die sich gleich neben dem Burgberg Hohenurach befinden.

Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach
, Fotograf: Armin Dieter

Über dem Echaztal steht das Schloss Lichtenstein, bekannt aus Wilhelm Hauffs gleichnamigem Roman. Nach diesem Roman ließ Graf Wilhelm von Württemberg das Schloss 1840 bis 1842 erbauen. Hier wird auch heute noch seine Kunstsammlung verwahrt. Der Ausblick auf die Umgebung lohnt sich. Auf der Reutlinger Alb gelegen ist Sonnenbühl, ein touristisches Zentrum der Schwäbischen Alb. Bärenhöhle und Nebelhöhle laden zum Erkunden ein, im Großen Rinnental hat Wetterexperte stehen Wetterstationen. Die zauberhafte Gegend wurde vor Millionen von Jahren von einem einzigen Urmeer geformt.

Trochtelfingen ist eine Kleinstadt auf der Schwäbischen Alb. Der mittelalterliche Stadtkern mit dem Rundturm ist noch bestens erhalten. Die Orte in der Umgebung haben ein ländliches Erscheinungsbild und zeichnen sich durch ihre alten Kirchen und Kapellen aus. Im Hohensteiner Ortsteil Ödenwaldstetten befindet sich in einem 400 Jahre alten Bauernhaus das vollständig eingerichtete Bauernhausmuseum mit Zeugnissen des Landlebens und einem Bauerngarten mit historischen Obstsorten und Kräutern und Gewürzen.

Das Digelfeld bei Hayingen, die größte Wacholderheide der Schwäbischen Alb

Am Eingang zum Großen Lautertal liegt Gomadingen unter dem Sternberg. Hinter dem beschaulichen Luftkurort lädt eine große Wacholderheide zum Erkunden ein. Bekannt ist der Ortsteil Marbach als Haupt- und Landgestüt, besonders für seine Araberzucht. Hauptaufgabe ist aber die Zucht der Württemberger Warmblüter. Im Großen Lautertal kann man ab Buttenhausen im Sommer Kanu fahren. Die Große Lauter mündet in die Donau, und fließt dort durch romantische Täler in einer typischen Alblandschaft. In Buttenhausen befindet sich ein Rundwanderweg durch den ehemals jüdischen Ortsteil bis zum Jüdischen Friedhof sowie die Matthias-Erzberger-Gedenkstätte (Politiker der Weimarer Zeit).

Das Große Lautertal zeichnet sich auch durch seine vielen Burgruinen aus. Diese sind u.a. als Burg Bichishausen, Hohengundelfingen und Derneck bekannt. Das kleine Albstädtchen Hayingen hat zwar nur 2000 Einwohner, war aber in früheren Zeiten schon im Besitz einer Stadtmauer. Die Stadtkirche St.Vitus stammt ursprünglich aus dem 13.Jahrhundert, das Alte Spital wurde 1536 erbaut. Nicht weit ist die mit dem Kahn befahrbare Wimsener Höhle. Beim Stadtteil Indelhausen befindet sich ein großer Wanderparkplatz, der als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Große Lautertal zu empfehlen ist.

Zwiefalter Münster

In Zwiefalten ist man am südlichen Ende des Kreises Reutlingen angekommen. Das Münster von 1739 gilt als Meisterwerk des deutschen Spätbarock. Ab hier verläuft auch die Oberschwäbische Barockstraße.