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Hayingen

Hayingen ist eine Stadt auf der Schwäbischen Alb und liegt im südlichen Teil des Landkreises Reutlingen. In der Kernstadt und fünf Ortsteilen leben ungefähr 2.200 Menschen. Die Gemeindefläche beträgt 63,31 qkm, und so kommt es auch, dass sich nur 35 Menschen einen Quadratkilometer teilen müssen. Die Höhe beträgt durchschnittlich 661 m ü. NN. Außerdem grenzt das Gemeindegebiet an den Alb-Donau-Kreis. Hayingen ist überaus ländlich geprägt. Überall trifft man auf Bauernhöfe, Felder und Wiesen. Auch die Waldwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil des Auskommens. Durch das Gebiet fließt die Große Lauter, ein Fluss, der bei Gomadingen in einem Quelltopf entspringt und nach gut 35 km in die Donau mündet. Ihr Tal wird gesäumt von kleinen Dörfern, Wacholderheiden und romantischen Burgen. Dadurch hat Hayingen auch Anteil am Tourismusbetrieb auf der Schwäbischen Alb.

Sehenswertes Hayingen

Der Kappenturm ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer

Reise in das ländliche Mittelalter

Obgleich der geringen Einwohnerzahl und der Abgeschiedenheit verfügt Hayingen über einen intakten alten Stadtkern. Vielfach sind hunderte Jahre alte Gebäude bis heute erhalten, dazu zählt auch eine Stadtmauer. Sie stammt aus der Zeit um 1200. Bei der Badgasse stehen noch zwei gut erhaltene Teile des Bauwerks. Einmal ein länglicher, überdachter Teil mit Wehrgang und wenige Schritte weiter ein Stadtmauerteil mit Wehrgang und dem sogenannten Kappenturm. Um ihn rankt sich sogar eine alte Sage. Das laut Chronik älteste Gebäude der Stadt stammt von 1536 und ist das Alte Spital. Es nimmt fast die gesamte Länge der Spitalgasse ein und wurde am Valentinstag 1536 vom Stadtherrn Schweickhart von Gundelfingen als Armenhaus gestiftet. Sofort ins Auge fällt dem Besucher der Marktplatz mit dem Fachwerkrathaus. Es wurde in der Zeit um 1600 erbaut und diente einst als Kaufhaus. Nebenan stehen das Alte Kaufhaus aus dem 16. Jahrhundert und die Zunftstube. Dies ist der ehemalige Sitz der örtlichen Handwerker mit einem Arkadengang.

Altes Hayinger Spital

Kirchen als Spiegel der Bevölkerung

Überragt wird der Marktplatz außerdem von der Sankt-Vitus-Kirche. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Gedacht war sie als Wehrkirche, jedoch wurde sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1724 mit einem hallenartigen Saal und Zwiebelturm ausgestattet. Der Innenraum enthält bis heute viele Elemente des Barock, darunter auch sakrale Malereien sowie der Altar. Einen weiteren Kirchenbau findet man etwas abseits, direkt am Friedhof mit der Liebfrauenkapelle. Ihre Entstehungszeit liegt um 1300 und 1769 wurde sie erweitert. Umfangreiche Bestandteile des Barock sind das Markenzeichen der Kapelle. Sakrale Skulpturen, ein barocker Altar und eine Mariengrotte befinden sich hier. 1980 wurde die Kapelle renoviert. Auf dem umgebenden Friedhof befinden sich in die Mauer eingelassene Grabsteine bis ins 16. Jahrhundert.

Die Liebfrauenkapelle ist wahrlich ein Kleinod

Stadtführungen

Wer als Besucher mehr als nur entdecken will, sollte eine Stadtführung wählen. Sie beginnt vor dem Verkehrsamt in der Kirchstraße 15 und findet in der Hauptsaison in den Sommermonaten statt. Die Leitung übernimmt Rita Goller, der Unkostenbeitrag beträgt 1 Euro. Dabei erfährt der Besucher mehr über den historischen Stadtkern Hayingens und das Leben seiner Bewohner in früheren Zeiten.

Schlösser und Burgen

In der Nähe von Hayingen-Münzdorf steht die Burg Derneck auf einem Bergsporn über dem Lautertal. Sie wurde von Degenhart I. von Degeneck vor 1350 erbaut. Die Ruine ist gut erhalten und bietet zwei Aussichtsterrassen mit einem Panorama ins Lautertal bis auf die Anhöhen hinter Hayingen. Rund um den Burghof liegen Wirtschaftsgebäude, die vom Wanderheim des Schwäbischen Albvereins genutzt werden. Hier kann man sich mit Kaffee und Kuchen versorgen.

Etwa 2 km entfernt von Hayingen findet man die Ruine Maisenburg. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war der Sitz des gleichnamigen Rittergeschlechts. Sie wurde verhältnismäßig lange, bis hinein ins 19. Jahrhundert genutzt, und verfiel danach. Seit 1991 wurde sie instand gesetzt. Die frei zugängliche Anlage verfügt über eine staufische Schildmauer, Reste eines Steinhauses und einen Gewölbekeller.

Im gleichnamigen Ortsteil findet der Besucher das Schloss Ehestetten. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist heute in Privatbesitz. Zu sehen sind noch die eindrucksvolle Fassade vom Beginn der frühen Neuzeit, die Rundtürme an den Ecken und Teile der Befestigung, die nicht mehr ganz erhalten ist.

Die Burg Derneck beherbergt auch ein Wanderheim

Landschaften rund um Hayingen

Das bekannteste landschaftliche Ziel rund um Hayingen ist die Wimsener Höhle. Sie ist die einzige befahrbare Höhle mit fließendem Wasser in Deutschland. Sie hat eine Gesamtlänge von 725 Metern. Fährmänner geleiten der Besucher mit dem Stocherkahn auf 70 Metern hinein und erzählen Details zur Entstehung und der Geschichte.

Vor den Toren Hayingens liegt das Digelfeld, ein 121 Hektar großes Naturschutzgebiet. Es ist die größte Wacholderheide der Schwäbischen Alb. Man findet hier geschützte Pflanzen und Insekten. Im hinteren Bereich befindet sich ein Trockental. Im vorderen Bereich kann man einen Abstecher auf den Runden Burren unternehmen, einen Aussichtspunkt mit einem großartigen Panorama auf die Landschaft.

Entdeckungstour durch das Digelfeld

Die Burghaldefelsen befinden sich dort, wo das Fichteltal in das Lautertal hinabführt. Zugänglich sind sie von Alt-Hayingen, einem vorgeschichtlichen Siedlungsplatz zwischen Hayingen und Indelhausen. Von diesen Felsen hat man einen Ausblick auf die Wacholderheide und das Fichteltal. Vorsicht ist geboten, denn die Felsen sind nicht gesichert.

Die Lauterbrücke überquert die Große Lauter im Tal bei Hayingen-Münzdorf. Sie ist mit Skulpturen und einer Gedenktafel versehen, und symbolisiert die Geschichte des Wassers in der kargen Albgegend. An dieser Stelle mussten früher die Bewohner das Wasser für ihr Vieh schöpfen, ehe sie an die öffentliche Versorgung angeschlossen wurden.

Ein einzigartiges Ausflugsziel ist das Naturtheater Hayingen. Hier führen Laienschauspieler und Tiere Volkstheater unter freiem Himmel auf. Diese finden in den Sommermonaten und bei jedem Wetter statt. Alles wird in gut verständlichem Schwäbisch dargeboten.

Übernachten und viel mehr

Hayingen ist immer schon ein gastfreundlicher Ort gewesen, und daher hat der Besucher hier eine große Auswahl an verschiedensten Unterkünften. Die Qualität wird dabei groß geschrieben. Hier stört kein Durchgangsverkehr, die Landschaft der Schwäbischen Alb lädt zu Entdeckungen ein, und trotz der Abgeschiedenheit muss man auf nichts verzichten. Die Vorteile Hayingens entdecken auch immer mehr Menschen aus den Nachbarländern, zum Beispiel aus den Niederlanden und aus Frankreich.

Feriendorf

Wer individuell reisen möchte, aber trotzdem viele Freizeitmöglichkeiten vor Ort finden möchte, sollte sich näher über das familienfreundliche, autofreie Feriendorf Lauterdörfle informieren. Es liegt etwas außerhalb der Kernstadt, aber gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Hier gibt es das Restaurant "Lauterstüble", Grillplätze, eine Aktionshalle mit Tischtennis und Tischfußball, Freiluftschach, einen Sportplatz, Sauna, Fitnessraum und Nordic Walking. Es werden Kanutouren auf der Donau angeboten. Weiterhin befindet sich das Feriendorf in einer einmalig ruhigen und idyllischen Landschaft. Es ist der ideale Startpunkt für Wanderungen über die Albhochfläche und ins Lautertal.

Indelhausen im Lautertal mit Flair-Hotel Gasthof Zum Hirsch

Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen

Hayingens Zimmer in den Hotels und Gasthöfen sind gemütlich und gepflegt. Einen Namen hat das Biohotel Rose im Ortsteil Ehestetten. Hier wird Wert auf gesunden Urlaub gelegt, auch das Essen im hauseigenen Restaurant liegt auf der Biolinie. Es befindet sich an einer ruhigen Straße, die in ein kleines Dorf führt. Hier genießt der Besucher die ländliche Gastlichkeit.

Im Ortsteil Indelhausen befindet sich das Flair-Hotel Gasthof Zum Hirsch. Es verfügt über Fitnessraum, Sauna, Solarium, Internetzugang sowie W-LAN und ist ein idealer Startpunkt für Touren in das Lautertal. Im Nachbardorf Anhausen liegt der Gasthof Adler. Auch er ist gut geeignet für Wander- und Radtouristen, da hier das autofreie Lautertal beginnt, das bis zur Donau führt. Wer in Hayingen direkt eine Unterkunft sucht, ist im Gasthof Zum Kreuz gut aufgehoben. Er bietet gepflegt und zweckmäßig eingerichtete Zimmer im Stadtkern. Hier kann der Besucher das alte Flair Hayingens entdecken, hat es aber auch nicht weit in die Natur. In der Nachbarschaft liegt die Pension Adler in einem alten Fachwerkhaus. Hier wohnt der Gast gemütlich und rustikal, ein Restaurant steht auch zur Verfügung. Zimmer mit Frühstück, Halb- oder Vollpension lassen sich auch in der Pension Ott in der Münsinger Straße buchen. Hier kann der Gast zusätzlich auf ein Café und ein Restaurant zurückgreifen.

Da in Hayingen die Gastfreundlichkeit groß geschrieben wird, bemühen sich auch die Betreiber der Ferienwohnungen, Touristen aus nah und fern schöne Ferien zu unterbreiten. Wer also lieber seine eigenen Wände um sich hat, und sein Programm auch selbst gestalten will, hat die Auswahl zwischen einer Vielzahl an privaten Unterkünften. Diese befinden sich teils in sehr ländlicher, aber gepflegter Umgebung.

Hayingen

liegt in einer natürlichen Landschaft, die sich den ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt hat. Das schätzen viele Besucher, die hierher kommen. Man kann nicht nur angenehme Rad- und Wanderferien verbringen, sondern natürlich auch Kultururlaub machen. In der Region befinden sich viele weitere Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die Universitätsstadt Tübingen mit ihren engen Gassen und studentischen Kneipen, Reutlingen mit seiner Altstadt und Einkaufszonen, das barocke Münster in Zwiefalten oder der Bussen, Hausberg Oberschwabens mit seiner Wallfahrtskirche und Burgruine. An klaren Tagen kann man von hier oben die Alpenkette sehen. Jeder kann sich hier sein Erlebnisprogramm zusammenstellen, wie es ihm beliebt, und ein Aufenthalt in Hayingen wird garantiert nie langweilig werden !

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