Burg Hohenzollern

Preußische Vergangenheit in Schwaben

Die Burg ist ein Stammsitz des hohenzollerischen Fürstengeschlechts. Noch heute ist sie Zentrum der preußischen Familie für Zusammenkünfte und Veranstaltungen. Das sie umgebende Land bestand aus den Fürstentümern Hechingen und Sigmaringen und gehörte jahrhundertelang zu Preußen, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg dem Land Baden-Württemberg eingegliedert wurde. Die Burg hat sich aber viel von der preußischen Vergangenheit erhalten.

Man sieht die Burg auf dem 855 m hohen Zollerberg schon von weit her. Etwa auf der Mitte gibt es zwei große gebührenpflichtige Parkplätze. Wer hinauf laufen will, sollte gut zu Fuß sein. Zur Wahl stehen ein steiler Fußweg und eine Serpentinenstraße, die nicht weniger anstrengend ist. Nach der letzten Kurve kann man hinter der langen Geraden schon die ersten Mauern sehen. Hoch oben türmen sie sich auf und sind ein eindrucksvoller Anblick.

Burg Hohenzollern
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach, Fotograf: Achim Mende

Vor dem Eingang befindet sich die Kasse. Durch dunkle Gänge und in Schleifen geht man hinauf bis zu den Zinnen, die dem Besucher eine wunderschöne Aussicht auf das Umland bieten. Im Burghof gibt es eine Kirche, Türme und zahlreiche verschnörkelte Bauten. Der Innenhof wartet mit einer Kanone und prächtigen Panoramen von einer Plattform auf.

Der Zugang zu den Verliesen und Geheimgang ist inklusive. Dort stehen Büsten der preußischen Kaiser und eine lustige Truppe von laut lachenden Gestalten macht als Animation auf sich aufmerksam. Wer noch Lust auf die 35-minütige Führung hat, kann gegen einen Aufpreis von 4 Euro teilnehmen. Die Räume enthalten noch viele Kostbarkeiten aus dem preußischen Besitz. Doch auch mit dem einfachen Eintritt in den Innenhof kann man viele der Kuriositäten bestaunen. Rund um die obere Anlage führt ein Aussichtsweg, an dem auch die Statuen der preußischen Kaiser stehen. Wer den Kopf hebt, sieht die mächtigen Mauern und vielen Fenster.

Auf der Burg gibt es noch eine Schenke, einen Burgshop und einen Kiosk. Neben der Kasse im Eingangsbereich gibt es eine weitere im Innenhof, sodass man auch nachträglich noch Karten für die Führung lösen kann. Die Burg ist das ganze Jahr über geöffnet, außer an Heiligabend und weiteren besonderen Tagen. Jährlich wird der Hohenzollern auch von Schülergruppen aus Berlin besucht. Diese Freizeiten wurden nach dem Krieg vom preußischen Adel selbst ins Leben gerufen.

Burg Hohenzollern
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach, Fotograf: Achim Mende

Viele Besucher kommen nur wegen dem Hohenzollern in diese schöne Region, und der Ruf reicht bis in ferne Länder. Es ist nicht nur die Faszination eines alten Gemäuers, sondern der gesamten preußischen Epoche, die sich hier erleben lässt.

Lage: 72379 Hechingen. Anfahrt auf der B 27 von Stuttgart über Tübingen oder Bodenseeraum / Schweiz. Der Besucher wählt die Abfahrt Hechingen / Süd, wo auch die Straße zur Burg ausgeschildert ist. Über eine Kreisstraße fährt man den Zollerberg bis zur Mitte hinauf, wo es zwei große gebührenpflichtige Parkplätze gibt. Kostenlose Parkplätze im Wald sind vorhanden, aber oft belegt. Busse müssen oben wenden und dürfen nur auf den großen Parkplätzen parken. Von dort fährt ein Shuttlebus zur Burg.