Burg Hohengundelfingen

Mittelalterromantik im Lautertal

Die gut erhaltene Anlage von Hohengundelfingen befindet sich auf einer Anhöhe über dem Lautertal, einem der schönsten Gebiete der Schwäbischen Alb. Als Erbauer gilt Swigger von Gundelfingen (1160 bis 1228), der in einer Schlacht bei Reutlingen auf württembergischer Seite fiel. Die Mauerreste stammen aus dem 13. Jahrhundert, ihre erste urkundliche Erwähnung folgte 1236. Die Burg hatte verschiedene Besitzer, bis sie offenbar im Städtekrieg zerstört worden war und 1389 als Burgstall, also Ruine, bezeichnet ist. Der Fabrikant Hans Römer kaufte 1939 die Anlage und ließ sie wieder instandsetzen.

Die Stammburg der Herren von Gundelfingen

Der Zugang erfolgt am besten vom Wanderparkplatz zwischen Gundelfingen und Dürrenstetten. Der Fußweg beträgt etwa 10 Minuten, bis man durch ein Waldstück zur Burg gelangt. Hier sind viele Bestandteile noch gut erhalten, Räume, Gräben und Schutzmauern sind auszumachen und können betreten werden. Treppen führen auf die Plattformen der Burg, von wo der Blick hinunter ins Lautertal und auf die gegenüberliegende Albhochfläche schweift. Sogar der Aussichtsturm kann bestiegen werden, von wo aus das Panorama noch besser ist. An schönen Tagen ist hier auch ein kleiner Kiosk geöffnet.

Für interessierte Besucher empfiehlt sich noch die Besichtigung des gegenüberliegenden Bergkegels im Lautertal, auf dem sich die Burg Niedergundelfingen sowie eine Kapelle befindet. Sie ist zwar in Privatbesitz, doch kann man sich freilich einen guten Gesamteindruck verschaffen.

Lage: 72525 Münsingen-Gundelfingen. Oberhalb des Ortes, Zufahrt über die Kreisstraße Richtung Dürrenstetten.