Heimatmuseum Reutlingen

Bilder und Text: Mit freundlicher Genehmigung des Heimatmuseums Reutlingen

Das Heimatmuseum der Stadt Reutlingen ist in dem ältesten Teil des ehemaligen Königsbronner Klosters aus dem 13. Jahrhundert untergebracht. Das Museum wurde 1890 gegründet und 1996 grundlegend umgestaltet.
Auf fünf Stockwerken gibt das Heimatmuseum Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt vom 11. bis zum 20. Jahrhundert.

Oberamteistraße mit Heimatmuseum

Dabei ist die Auswahl äußerst ansehnlich und exzellent. Mittelalterliche Funde, Bildhauerarbeiten und Schätze aus der Kirchengeschichte, Ausstellungen über die alten Handwerkszünfte und das Zeitalter der beginnenden Industrialisierung, ein Dachboden mit Gegenständen aus dem ländlichen Bereich bis hin in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Im Keller befindet sich ein historischer Luftschutzbunker.

Vitrine im Eingangsbereich

Einmalig ist auch eine integrierte geheime Kapelle aus der Reformationszeit. Zwei eigene Dokumentationen stellen die zwei berühmten Söhne der Stadt vor:

  • Nationalökonom und Eisenbahnpionier Friedrich List (1789 bis 1846)
  • Dichter und Schriftsteller Hermann Kurz (1813 bis 1873)


  • Friedrich List, geboren 1789 in Reutlingen

    Es gibt laufend Sonderausstellungen.
    Unter anderem waren bereits Funde der Kelten von der Achalm zu bewundern. Geplant sind Dauerausstellungen zur Vor- und Frühgeschichte sowie Alltags- und Kulturgeschichte.

    Ein Modell der Reutlinger Altstadt

    Im Heimatmuseum Reutlingen werden natürlich nicht nur archäologische Schätze der Region gezeigt, sondern auch Heimatgeschichtliches aus den letzten Jahrhunderten. Private Besitztümer gelangten oft in Eigentum der Stadt. So verfügt man heute über eine breite Palette an Objekten, die die Stadt Reutlingen bis in die Neuzeit dokumentieren.

    Püppchen und Figurales

    Das Heimatmuseum befindet sich in der Oberamteistraße 22 in 72764 Reutlingen, zwischen der Stadtbibliothek und der Marienkirche. In der Umgebung gibt es mehrere ausgeschilderte Parkhäuser und Parkplätze.

     Scheibenfragmente aus Glas, gefunden am Standort des Heimatmuseums

     Lanzen

     Sandsteinkapitell

     Krug- und Becherscherben vom 13. bis 15. Jahrhundert, von der Achalm

    Barocke Putten

    Grabplatte

    Glockengeläut

    Stadtwächter mit Lanzen

    Kanonenkugeln

    Stadtwappen vom Maximiliansbrunnen, um 1570

    Der württembergische Reformator Johannes Brenz

    Johannes Brenz wurde am 24. Juni 1499 in Weil der Stadt geboren, wo auch Johannes Kepler herkam, und starb am 11. September 1570 in Stuttgart. Er nahm an Auftritten von Martin Luther teil und schloss sich der lutherischen Lehre an. Er war der Wegbereiter für die Reformation in Württemberg. Von 1522 bis 1548 war er erst Prediger, dann Priester in Schwäbisch Hall, und reformierte von dort aus die Kirche. Johannes Brenz ist der Vorfahre zahlreicher Persönlichkeiten die Wurzeln in Württemberg haben, wie zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Hauff, Hermann Hesse, Friedrich Hegel, Ludwig Finckh und vielen anderen. 

    Die Stadtkirche Sankt Peter und Paul in Weil der Stadt. 
    Hier wurde vermutlich der Reformator Johannes Brenz getauft.

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