Eislingen an der Fils

Moderne Filstalstadt im Hohenstauferland

Eislingen ist eine lebendige Stadt mit knapp 20.000 Einwohnern, geprägt durch ihre schöne Lage in der Nähe vom Hohenstaufen und die gute Infrastruktur. Eislingen wird durch die B 10 an den Großraum Stuttgart und die Region Ulm angebunden, die ab der Anschlussstelle Plochingen vorbei an Göppingen hierher führt und als Schnellstraße ausgebaut ist. Zeugnisse aus der Vergangenheit findet man hier ebenso wie die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts.

Hohenstaufen und Eislingen

Ein geschichtlicher Überblick

Erste Spuren alemannischer Besiedlung reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Über die zwei Dörfer Klein- und Großeislingen herrschten mal die Franken, mal Württemberger, und auch der Bischof von Würzburg hatte hier Besitz. Noch heute findet man die blau-weißen Farben der Stadt in Unterfranken im hiesigen Wappen. Der Anschluss an die Filstallinie der Eisenbahn im Jahre 1846 hat Eislingen zum wichtigen Industriestandort und einer beliebten Wohngemeinde gemacht. Fortan ging es rasch aufwärts. Dank der steigenden Zahl an Arbeitsplätzen siedelten sich immer mehr Menschen an, und dasselbe widerfuhr auch den Nachbardörfern, sodass sich ein Industrieband von hier bis nach Stuttgart bildete. Nachdem es über Jahrhunderte bei der Trennung der Dörfer blieb, wurden beide im Jahre 1933 zur Stadt Eislingen / Fils vereinigt, die fortan etwa 9.100 Einwohner zählte. Heute zeichnet sich Eislingen durch seine Verkehrsanbindung, ein gutes Maß an Wohnqualität und die schöne Umgebung mit der Schwäbischen Alb aus.

Die Bergstraße

Stadtrundgang durch Eislingen

Das älteste erhaltene Bauwerk ist die unter Denkmalschutz stehende St. Anna-Kapelle von 1513. In der katholischen St. Markus-Kirche wurden wertvolle Fresken mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament freigelegt und restauriert. Im Eislinger Schloss von 1789 befindet sich die Stadtbücherei. Der Barbarossa- und Ludwig-Uhland-Brunnen sind zwei Mineralquellen, die frei zugänglich sind. Für kulturelle Erlebnisse empfiehlt sich ein Besuch vom Industriemuseum im alten Pumpwerk des Eislinger Wasserwerks. Es kann nach Vereinbarung besichtigt werden. Im Kulturzentrum "Alte Post" finden laufend Ausstellungen des Kunstvereins statt. Insgesamt kann man Eislingen als tendenziell moderne Stadt bezeichnen, die über große Industrieanlagen verfügt und leider auch einige Ecken mit Nachbesserungsbedarf hat. Abseits der alten Kerngebiete wird der Besucher derweil nicht allzu viele historische Gebäude entdecken, denn an den Rändern entstanden ausgedehnte neue Siedlungen, die es auch in anderen Städten dieser Größe gibt. Dennoch ist das Bemühen und Eigenengagement der Bewohner spürbar.

Dorfpartie in Eschenbäche

Wandern rund um Eislingen

Für Naturfreunde ist die Umgebung durch zahlreiche Wanderwege erschlossen. Die Gegend nördlich von Eislingen ist im Gegensatz zur Kernstadt noch sehr ländlich geprägt. Hier wird Obst- und Gartenbau betrieben und es gibt Bauernhöfe. Rund um den Stadtteil Krummwälden und den Weiler Eschenbäche läuft man kilometerweit durch Wälder, Feld- und Wiesenlandschaften, und immer wieder verzaubert der Blick auf den Hohenstaufen. Für Spaziergänge empfiehlt sich auch die Umgebung von Eislingen-Süd. Zwar wurde hier in den letzten Jahren ein großes Neubaugebiet erschlossen, aber nichts desto trotz lohnt sich die Tour dank ihrer Aussichten auf Alb und Dreikaiserberge. Läuft man weiter zum Näherhof, wird die B 10 auf einer Brücke überquert. Hier steht ein Schild mit Informationen zum Jurameer. Denn beim Straßenbau tat sich dieser Ort als Fundstelle von zahlreichen Fossilien hervor.

Jurameer-Fundstelle an der Brücke über die B 10

Seeburg, das Schlössle 1980

In dem Gebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts befindet sich heute eine gastronomische Einrichtung.

Blick vom Schloss Lichtenstein in das Echaztal 1930

In der Schrift, aus der das Bild stammt, wird es mit Honauer Tal beschrieben.

Die Echazquelle bei Honau

Der Ursprung der Echaz in einer alten Aufnahme

Reutlingen, auf dem Achalmgipfel

Plateau mit Grillplatz, schattigen Sitzplätzen und dem Aussichtsturm

 Blick vom Turm nach Eningen, ins Obtal und auf den Albtrauf


Ulm von Norden 1914

Eine 100 Jahre alte Ansichtskarte mit dem Münster

Nähermemmingen, ca. 7800 Jahre alter Mahlstein

Stein war für die Menschen der Vorzeit der wichtigste Rohstoff, um robuste Geräte herzustellen. Wichtige Formen waren der Faustkeil (bis zu 2,5 Millionen Jahre alt), Schaber, Klingen, Mahlstein. Der Mahlstein wurde im Neolithikum von den Ackerbau betreibenden Bandkeramikern zur Zerkleinerung des Getreides angewandt.


Seine Form ist außerordentlich ausgeprägt im Gegensatz zu normalen Steinen, so dass man von einer Bearbeitung von Menschenhand ausgeht. Dieser hier stammt aus einer neolithischen Siedlung bei Nähermemmingen im Nördlinger Ries in Bayern, am Rande der Schwäbischen Alb. Er wird auf ca. 7800 Jahre datiert.

Landschaftsrahmen bei Bleichstetten

Der Rahmen gehört zu den ersten, die von der Aktion "Guck mal" im Jahr 2006 aufgestellt wurden. Er befindet sich am Wanderparkplatz zum Rutschenfelsen. Heute stehen mehr als 120 Rahmen in ganz Baden-Württemberg.


Burgruine Hohenurach

Die gut erhaltene Ruine über der Kurstadt Bad Urach ist immer einen Besuch wert. 

Ein Blick ins Ermstal Richtung Dettingen

Genkingen, Neue Nebelhöhle

Eine große Sehenswürdigkeit auf der Schwäbischen Alb ist die Nebelhöhle, unweit von Sonnenbühl-Genkingen gelegen. Alljährlich kommen viele Touristen hierher, um die schönen Tropfsteine anzuschauen.
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